Am kommenden Samstag (1. August) steht mit dem traditionellen KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen das Saisonhighlight der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie auf dem Programm. Mit 50 Prozent mehr Fahrzeit als bei den regulären 4-Stunden-Läufen bietet das sechsstündige Spektakel auf der legendären Nordschleife extra viel Action, Taktik und Dramatik. Bei guten Wetteraussichten verspricht der Blick in die Teilnehmerliste ein hochspannendes und abwechslungsreiches Feld: Von brandneuen GT3-Projekten über emotionale Comebacks bis hin zu einzigartigen Geschichten aus dem Breitensport ist alles vertreten. Tickets sind ab 25 Euro unter VLN.de/tickets erhältlich, Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Wer das Geschehen nicht hautnah vor Ort verfolgen kann, ist ab 08:15 Uhr (Rennstart um 12 Uhr) im kostenlosen Livestream auf VLN.de bestens aufgehoben.

Ein rollendes Kunstwerk im Zeichen der Familie: Hommage an das Porsche Museum
Beim 6h-Rennen erwartet die Fans ein historisches Highlight auf der Nordschleife: Ein exklusiv gestalteter Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport schlägt als rollendes Kunstwerk die Brücke zwischen Geschichte, Architektur und modernem Kundensport. Das Besondere liegt hierbei im gelebten Familiengedanken der Marke: Einmalig arbeiten das Team von Porsche Heritage und Museum, die Motorsportexperten aus Weissach und das Team 75 Motorsport Hand in Hand für einen gemeinsamen Renneinsatz. Es ist eine Verneigung vor der erfolgreichen GT4-Kundensporthistorie und zugleich der Abschied des allerletzten in Zuffenhausen gebauten Mittelmotor-Rennwagens dieser Baureihe, dessen Design die futuristische Formensprache des Porsche Museums aufgreift. Gesteuert wird das spektakuläre Jubiläumsfahrzeug von zwei echten Nordschleifen-Ikonen und Porsche-Markenbotschaftern: Timo Bernhard und Jörg Bergmeister. Die beiden langjährigen Weggefährten bringen geballte Eifel-Erfahrung mit – Bernhard feierte bereits 10 Gesamtsiege in der NLS, Bergmeister trug sich zweimal in die Siegerliste ein. Nun teilen sich die beiden Nordschleifen-Rekordhalter erstmals das Cockpit eines GT4-Rennwagens und brennen auf den Einsatz – schließlich zählt der Eifelkurs für beide zu den Lieblingsstrecken.
Der Rücktritt vom Rücktritt: Herzblut und Drehzahl-Sound im Civic Type R
Einen maximalen Kontrast zum werksunterstützten Jubiläumsprojekt bildet der Einsatz von Mark Giesbrecht, Frank Kuhlmann und Michael Flehmer, die die unvergleichliche Vielfalt und den Breitensport-Charakter der NLS perfekt repräsentieren. Das Trio besteht aus echten Nordschleifen-Routiniers: Flehmer führt die Riege mit beeindruckenden 42 Klassensiegen an und krönte seine Karriere 2014 mit dem NLS-Gesamttitel an der Seite von Rolf Derscheid. Giesbrecht und Kuhlmann machen das erfahrene Gespann komplett – beide feierten in der Serie bereits jeweils 26 Klassensiege. Dass ihr altbewährter Honda Civic Type R überhaupt beim 6h-Rennen in der Eifel rollt, ist eine emotionale Wende im Saisonplan – und womöglich erst der Anfang für das verbleibende Rennjahr, wie Giesbrecht erklärt: „Bei uns ist es im Grunde der Rücktritt vom Rücktritt. Ursprünglich wollten wir dieses Jahr in der DHLM starten, mussten das aber aus Termingründen verschieben. Nach einer halben Saison Untätigkeit hat es uns schlicht keine Ruhe mehr gelassen. Kurzentschlossen fahren wir nun das 6h-Rennen – und wenn alles gut läuft, hängen wir definitiv noch ein bis zwei weitere Läufe in dieser Saison dran. Alle im Team waren sofort Feuer und Flamme – und wir freuen uns riesig, den Fans an der Nordschleife wieder ein echtes Zweiliter-Gruppe-H-Auto zu präsentieren.“

Langersehntes Renn-Comeback: Ralf Aron greift nach Verletzungspause wieder an
Ein starkes und emotionales Statement erwartet die Fans in der GT3-Klasse: Rund fünf Monate nach seinem schweren Unfall bei den Bathurst 12 Hour kehrt Mercedes-AMG Performance-Fahrer Ralf Aron wieder auf die Rennstrecke zurück. Der 28-jährige Estländer, der sich im Februar zwei Wirbelbrüche zuzog, feiert beim siebten NLS-Lauf im Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Teams RAVENOL sein Comeback. Dass die Zeit dafür reif ist, betonte Aron nach intensivsten Reha-Monaten spürbar erleichtert: „Die Motorsport-Community hat mir in dieser Zeit unglaublich viel Kraft gegeben. Nach Reha und intensivem Training fühlte sich bei den Tests im Mai vom ersten Moment an wieder alles genau richtig an. Umso mehr freue ich mich, dass jetzt mein erster Renneinsatz bevorsteht.“ Im Cockpit teilt er sich das Fahrzeug mit dem frischgebackenen 24h-Nürburgring-Sieger Luca Stolz, der pünktlich am Rennwochenende seinen 31. Geburtstag feiert.

Königsklasse wächst weiter: Neue GT3-Projekte mit langfristigen Ambitionen
Apropos GT3: Die Top-Kategorie der NLS verzeichnet zum Saisonhöhepunkt weiteren hochkarätigen Zuwachs. Neben den etablierten Größen treten gleich mehrere Teams mit frischen Projekten an – viele davon mit langfristiger Perspektive. Ein spannendes Debüt feiert ERA Motorsport, ein Team aus den USA, das unter anderem in der IMSA aktiv ist: Das Team bringt erstmals ein Mercedes-AMG Kundensportfahrzeug (GT3 EVO) auf die Nordschleife und schickt mit Kyle Tilley, Adam Christodoulou und Jake Hill ein starkes Trio in der SP9 Pro-Am ins Rennen. Ebenfalls ein echter Blickfang in der SP9 Am ist die Rückkehr von Dörr Motorsport: Das Team setzt auf den spektakulären McLaren 720S GT3, pilotiert von den Brüdern Ben und Phil Dörr sowie Nordschleifen-Legende Volker Strycek. Einen Meilenstein setzt zudem der amtierende NLS-Gesamtsieger FK Performance Motorsport: Nach dem Titelgewinn im Vorjahr feiert die Mannschaft aus Bremen ihr GT3-Debüt auf der Nordschleife. Den BMW M4 GT3 Evo steuert ein hochkarätiges Quartett um BMW-Werksfahrer Dan Harper, Leyton Fourie, Maxime Oosten und Pavel Lefterov.

Den langfristigen Sprung in die SP9 Am wagt unterdessen Joos Sportwagentechnik. Das Team setzt einen Porsche 911 GT3 R für Teameigner Michael Joos, Nordschleifen-Routinier Fidel Leib und Marco Lamsouguer ein. Und die Ambitionen reichen weit über das 6h-Rennen hinaus, wie Michael Joos betont: „Seit unserem Test im vergangenen Jahr haben wir an einem eigenen GT3-Programm auf der Nordschleife gearbeitet. Wir bestreiten nun die restlichen vier NLS-Saisonrennen mit dem 911 GT3 R. Unser Ziel ist es, so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln, um einen soliden Grundstein für ein langfristiges Engagement in der Serie zu legen.“ Für optischen und sportlichen Glanz sorgt schließlich das Team up2race, das mit seinem goldfarbenen Porsche 911 GT3 R – liebevoll „Goldy“ genannt – sein NLS-Debüt gibt. In der SP9 Pro-Am teilt sich DTM-Star und Ex-SimRacer Tim Heinemann das Cockpit mit dem ehemaligen Fußballprofi Oleksii Kikireshko, den Heinemann zugleich als Coach betreut.
Internationaler Glanz und Permit-A-Jagd bei Four Motors
Auch das nachhaltige Team Four Motors sorgt beim 6h-Rennen für ein echtes Highlight in der Teilnehmerliste: Im Bioconcept-Car #420 (Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport) teilt sich ein internationales Trio das Cockpit, das Motorsport-Know-how auf Weltklasse-Niveau vereint. Mit dem australischen WEC-Pilot und Le-Mans-Klassensieger Yasser Shahin, dem amtierenden Porsche Junior Marcus Amand aus Frankreich sowie dem Italiener Enzo Trulli – Sohn des ehemaligen Formel-1-Pioniers Jarno Trulli – treffen drei außergewöhnliche Karrieren aufeinander. Für alle drei Piloten ist der siebte NLS-Lauf zudem eine wichtige Reifeprüfung: Sie absolvieren auf dem Bioconcept-Renner ihre DMSB Permit Nordschleife A, um sich die höchste Freigabe für künftige Einsätze in den Top-Klassen der Grünen Hölle zu sichern.
Tickets für das Rennwochenende kosten 25 Euro (Kinder bis einschließlich 14 Jahre sind kostenfrei) und sind unter VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen erhältlich. Das Ticket beinhaltet den Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, zu den Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten sowie zum Fahrerlager, der Boxengasse und der Startaufstellung.
Das Zeittraining findet am Samstagmorgen von 08:30 bis 10:00 Uhr statt. Anschließend haben Fans beim Pitwalk ab 10:20 Uhr in der Boxengasse sowie beim anschließenden Gridwalk ab 11:10 Uhr in der Startaufstellung die Gelegenheit, die Fahrzeuge und Piloten aus nächster Nähe zu erleben. Das sechsstündige Rennen wird um 12:00 Uhr gestartet. Wer das Spektakel nicht vor Ort verfolgen kann, schaltet ab 08:15 Uhr den offiziellen Livestream auf VLN.de ein oder verfolgt das Geschehen über „Radio Nürburgring“ auf rpr1.de sowie in der RPR1-App.














