Im vergangenen Jahr feierte der Opel Astra OPC Cup sein Debüt im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Ein Jahr später sind die Cup-Fahrzeuge aus Rüsselsheim aus dem beliebten Nordschleifen-Championat nicht mehr wegzudenken. Im Interview spricht Opel Motorsport Direktor Jörg Schrott über das Geheimnis des Erfolgs.
Der Opel Astra OPC Cup bestreitet 2014 seine zweite Saison. Wie fällt zwei Rennen vor Saisonende Ihr Zwischenfazit aus?
Wir sind sehr zufrieden. Spannender, hart umkämpfter Motorsport, der aber stets fair ausgetragen wird – das war unser Ziel, und das ist es, was auch die Fans sehen möchten. Das Leistungsniveau an der Spitze ist sehr hoch. Das zeichnet den Cup aus. Und es freut uns, dass sich unser Astra OPC als schnelles und zuverlässiges Rennauto etabliert hat.
Der Cup ist 2013 buchstäblich wie eine Bombe eingeschlagen. 2014 wurde der Erfolg fortgeführt. Was sind aus Ihrer Sicht die Gründe für diesen Erfolg?
Wir wollen unseren Kunden mit dem Astra OPC Cup hochkarätigen Motorsport mit einem technisch anspruchsvollen Auto in einem professionellen Umfeld zu bezahlbaren Kosten bieten. Dieses Konzept geht auf. Was uns zusätzlich freut, ist die Tatsache, dass sich die Teams im Cup zu Hause fühlen. Jedes Rennwochenende ähnelt inzwischen einem Familientreffen. Man kennt sich, man schätzt sich und sitzt oft zusammen – auf der Strecke wird dann aber trotzdem um jede Zehntelsekunde gekämpft. So sollte das sein.
Wie geht es 2015 weiter?
Wir werden unseren erfolgreichen Weg grundsätzlich mit dem gleichen Konzept fortführen. Natürlich gibt es immer Möglichkeiten, einzelne Dinge zu optimieren. Genau das werden wir tun – in der Technik und in der Organisation.
Der Breitensport auf der Nordschleife boomt. Was sind hier die langfristigen Ziele der Marke Opel?
Opel und der Breitensport gehören zusammen, genauso wie Opel und der Tourenwagensport. Wir haben einige Ideen, die wir derzeit prüfen.
Das Cup-Fahrzeug hat sich auf der Nordschleife bewährt. Inwieweit sind Änderungen am Fahrzeug für 2015 geplant?
Stimmt. Unser Astra OPC hat sich auf der technisch anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt als schnelles, zuverlässiges Auto erwiesen. Aber im Motorsport gibt es immer Entwicklungspotenzial. Hier geht es im wesentliche um zwei Punkte – erstens die Performance und zweitens die Effizienz eines Rennautos. Und genau an diesen Punkten werden wir für 2015 einige Details modifizieren.
Bei Langstreckenrennen spielt vor allem die Langlebigkeit der Fahrzeuge eine große Rolle. In der Cup-Klasse gab es kaum nennenswerte technische Probleme. Welches Geheimnis steckt dahinter?
Der Astra OPC ist ein Kind der Nordschleife. Das Auto wurde ganz spezifisch für diesen Einsatz entwickelt, und das von einer sehr erfahrenen Mannschaft. Die Kissling-Truppe führt noch heute die Liste der Klassensiege am Ring an.
Das Konzept mit der Rundum-Betreuung der Teilnehmer kommt im Fahrerlager sehr gut an. Gib es aus Ihrer Sicht hier trotzdem noch Luft nach oben?
Wir betreiben mit dem Astra OPC Cup Kundensport. Dabei ist es eminent wichtig, seinen Kunden gut zuzuhören – und genau das tun wir. So erzielen wir noch mehr Flexibilität und können in der technischen und logistischen Unterstützung individueller auf die Wünsche unserer Kunden eingehen.
Neben dem Engagement in der Langstreckenmeisterschaft ist Opel auch im Rallye-Sektor aktiv. Das Konzept weicht vom Rundstrecken-Programm ab. Wo liegen die Unterschiede?
Mit dem ADAC Opel Rallye Cup haben wir in Deutschland eine neue Einstiegsplattform etabliert, auf der Rallyesport auf einem enorm hohen Leistungsniveau zu günstigen Kosten betrieben wird. Hinzu kommt ein nachhaltiges und umfassend angelegtes Nachwuchsförderprogramm junger Rallyetalente im ADAC Opel Rallye Junior Team, das wir zusammen mit unserem Partner ADAC bis in die europäische Spitze begleiten. Der Fokus liegt also etwas mehr auf der gezielten Sichtung und Förderung von Talenten, als es beim Astra OPC Cup der Fall ist.
Gibt es auch Gemeinsamkeiten?
Ja. Es geht jeweils um Kundensport zu bezahlbaren Preisen. In beiden Engagements bieten wir technisch anspruchsvolle Rennfahrzeuge, wir begleiten die Rennen technisch sowie logistisch und schaffen ein professionelles Einsatzumfeld.
Opel war in der Vergangenheit auch im Spitzensport aktiv. Gibt es in dieser Richtung Ambitionen?
Opel ist zurück im Motorsport, und das ist gut so. Für die Marke, das Unternehmen, unsere Händler und die vielen Fans, die wir noch immer haben. Wir sind jetzt in der zweiten Saison aktiv und fahren ein Tourenwagen- und zwei Rallye-Programme. Bisher mit großem Erfolg. Natürlich beschäftigen wir uns mit der Zukunft, und wir haben einige Ideen – sowohl für den Rallye- als auch den Tourenwagensport.













