„Wir hätten in der Klasse aufs Podium fahren können. Das darf doch wohl nicht wahr sein“, so Hajo Müller nach dem neunten Lauf in der VLN Langstreckenmeisterschaft verärgert. Doch nicht auf die Leistung der Mannschaft, seiner Fahrerkollegen oder auf die Entscheidung der Rennleitung, das Rennen vorzeitig abzubrechen. Er war sauer auf das Eifelwetter, das dem BMW M3 diesmal einen Strich durch die Rechnung machte. „Es lief so gut und dann muss es so anfangen zu hageln, dass der Rennleitung gar keine andere Wahl bleibt, als abzubrechen.“
Es sollte lange dauern, bis sich Müller wieder entspannt hatte und zumindest ein wenig mit dem Erreichten zufrieden sein konnte. Denn die Ringratte hatte mit ihren beiden Fahrerkollegen Stefan Manheller und Carsten Welschar eine starke Aufholjagd auf den klatschnassen Asphalt der Nordschleife gelegt. Nach einem verwachsten Zeittraining fand sich der Greenhell-BMW ganz hinten in der Klasse V5. Keiner der Piloten erwischte eine freie Runde und konnte somit eine Topzeit für die Startaufstellung herausfahren.
Was folgte war ein Ritt am Rande des Abflugs. Denn die Nordschleife zeigte sich unberechenbarer als sonst. Die Ideallinie trocknete teilweise ab, nur um an anderen Stellen von Bächen durchkreuzt zu werden. Rechts und links davon blieb es ununterbrochen nass und das Thermometer stieg nie in den zweistelligen Bereich. Beste Bedingungen also, um zu Hause vor dem Kamin zu faulenzen, aber nicht um ein Autorennen zu fahren.
Doch die drei Piloten holten alles aus dem BMW M§ heraus und pflügten sich durch das Feld. Stück für Stück holten sie auf die Spitzenmannschaft auf und mit 10:42.749 Minuten absolvierten eine der schnellsten Rundenzeiten innerhalb der Klasse. Doch weiter als zu Platz sechs langte es nicht mehr. Grund war der bereits angesprochene Rennabbruch, der durch etwa 5 Zentimeter dicke Hagelkörner nötig wurde.
Seine Wut will Hajo Müller jetzt in positive Energie umleiten und dann beim Saisonfinale am 30. Oktober wieder voll angreifen. „Ich will in diesem Jahr noch einen Klassensieg holen“, die Ringratte ist sich sicher, dass dies zum Finale auch gelingen wird.













