40 Minuten fehlten zum perfekten Saisonabschluss

Mit der BFGoodrich Trophy feierte die Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring bei ihrem Sonntagsdebüt den Abschluss des diesjährigen Motorsportjahres auf der Nürburgring Nordschleife. Für das Frikadelli Racing Team endete die „Saison der Superlative“, trotz zwischenzeitlicher Gesamtführung in der ersten Rennhälfte, sehr unglücklich.

Es war ein Saisonfinale, wie es packender und spannender gar nicht hätte sein können. Schwierigste äußere Bedingungen verlangten von den Teilnehmern auch beim letzten Wertungslauf des Jahres noch einmal höchste Konzentration und Aufmerksamkeit ab.

„Es war schon sehr glatt und rutschig auf der Strecke, weshalb man den Risikograd auch entsprechend anpassen musste. Aus diesem Grunde haben wir es auch im Zeittraining erst einmal ruhiger angehen lassen. Nachdem Klaus die ersten Runden absolviert hatte, bin ich mit dem zweiten und gleichzeitig bewährten Reifensatz kurz vor Schluss die Rundenzeit von 10.43,561 Min. gefahren, die zu einem sehr guten sechsten Gesamtrang gereicht hat“, erklärte Schmitz.

Aufgrund einer Ölspur im Streckenabschnitt Adenauer Forst und der daraus resultierenden Gelbphase musste Schmitz jedoch noch auf der schnellsten Trainingsrunde merklich die Drehzahl begrenzen, um die Geschwindigkeit zu drosseln. „Das wären vielleicht die vier bis fünf Sekunden gewesen, die uns unter dem Strich zum zweiten Gesamtrang gefehlt haben“, ärgerte sich Schmitz anschließend.

Ihr oblag es dann auch, wie gewohnt, den Porsche 997 GT3 RSR in die ersten Rennrunden hinein zu pilotieren. Aufgrund der schwierigen Bedingungen entlang der Nürburgring Nordschleife witterte man dabei sogar die Chance über eine „Einstopp-Strategie“ im Vergleich zur Konkurrenz hinten heraus Zeit gutmachen zu können. Entsprechend lange war auch der erste Turn von Sabine Schmitz.

„Es war zwar immer noch unglaublich glatt, es hat aber super funktioniert. Ich konnte das Fahrzeug sogar in Führung liegend an Klaus abgeben, der das Rennen eigentlich an einem Stück durchfahren sollte. Er entschied sich aber noch einmal aufgrund der abtrocknenden Strecke in seinem Turn auf Slicks zu wechseln, daher war doch noch ein zweiter, kurzer Boxenhalt von Nöten.“

Trotz des zusätzlichen Boxenstopps musste man sich lediglich hinter dem leistungsmäßig stärkeren Porschemodell von Land Motorsport einsortieren, weshalb man mit dem zweiten Gesamtrang erneut auf Podestkurs war. Doch im Streckenabschnitt Kesselchen war nach einer Kollision der Traum vom bis dahin besten Saisonergebnis geplatzt.

Dennoch blickt das Frikadelli Racing Team zufrieden auf eine erfolgreiche Saison zurück, die neben den vier Top fünf Ergebnissen in der Langstreckenmeisterschaft, den zwei Gesamtsiegen in der RCN, sowie dem Rundenrekord für Saugmotor-Fahrzeuge mit dem dritten Gesamtrang beim internationalen ADAC Zurich 24h Rennen ihr Highlight fand.