Nur 1,66 Punkte trennten vor dem Finale in der Langstreckenmeisterschaft die beiden führenden Teams in der Seat Langstrecken Challenge. Die Zwillinge Dennis und Marc Busch führten in der Tabelle knappt vor Bernd Schneider. Es war also klar: sollten die beiden gewinnen oder Bernd Schneider ausfallen, wären die Brüder auch Meister. Bei einem Sieg von Bernd Schneider würde er sich die Krone aufsetzen.
Der erste Schlagabtausch des Wochenendes ging an Schneider und seinen Teamkollegen Demian Schaffert. Mit 11:36.126 Minuten auf der komplett nassen Nürburgring-Nordschleifen setzten die beiden die schnellste Qualifyingrunde der Seat-Konkurrenz. Direkt dahinter die Brüder Busch, die sich mit 11:41.412 zufrieden gaben. „Wir sind absolut im Soll“, gab sich Teamchef Harald Busch optimistisch. Schließlich stand noch ein 4-Stunden-Rennen auf dem Programm, das es zu bestreiten galt und die beiden Seat Leon Supercopa standen in der Startaufstellung direkt hintereinander.
Vom Start weg suchte das Duo Schneider/Schaffert sein Heil in der Flucht. Schnell war der Abstand auf über eine Minute angewachsen. Trotzdem stieg die Spannung im Team von Bernd Schneider, ob auch die Technik problemlos durchhalten würde. Denn auch die Busch-Brüder lieferten ein hartes und fehlerfreies Rennen ab. Als ob sie sich abgesprochen hatten, kamen beide Teams immer in der gleichen Runde an die Box. Spätestens dann wurde gebannt zum Konkurrenten hinüber geschaut.
Beim letzten Tankstopp etwa 45 Minuten vor Rennende lagen Schneider/Schaffert inzwischen rund 3 Minuten in Front. Da der Regen aufgehört hatte und die Piste immer mehr abtrocknete, entschied sich Schneider für Intermediats. „Wir gehen lieber auf Nummer sicher, falls doch noch ein Schauer kommt.“ Der blieb aus und Schneider gewann den Lauf und damit die Meisterschaft bei den jüngeren Fahrzeugen.
Die älteren Modelle wurden in dieser Saison von Thomas Koll dominiert. Auch beim Finale ließ er sich einen weiteren Sieg innerhalb der Wertung nicht nehmen und festigte die Meisterschaft, die er bereits vorher gewonnen hatte. „Wir haben zwei würdige Meister in der Seat Leon Langstrecken Challenge“, freute sich Seat Motorsportleiter Oliver Schielein.












