Doppelsieg für Mathol Racing

Der amtierende Meister im Honda Civic Cup greift noch einmal an. Mit dem Klassensieg beim achten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft haben Oliver Lembeck und Mario Meier deutlich gezeigt, dass sie noch nicht aufgegeben haben. Zwar liegt die Titelverteidigung aktuell immer noch ein Stück weit entfernt, aber sie ist nicht unmöglich. Und genau diese Hoffnung hat das Duo an diesem Wochenende noch verstärkt.

Dabei sah es am Morgen des Renntages nicht danach aus, als würde sich überhaupt etwas bewegen. Dichter Nebel hing über der Nordschleife. Das Zeittraining musste deutlich verschoben werden. Erst um 11.36 Uhr ließ die Rennleitung das Training starten. Der Nebel hatte sich verzogen und bei spätsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein boten sich perfekte Bedingungen für gute Rundenzeiten. Allerdings musste der Lauf ebenfalls deutlich später gestartet werden, was das Rennen auf gute 3 Stunden verkürzte.

Damit war auch eine ganz andere Taktik gefragt. Theoretisch lässt sich ein 3-Stunden-Rennen mit zwei Tankstopps bestreiten. Doch wenn es knapp über die 3-Stunden-marke geht, wird es eng. Mathol-Racing entschied, zu pokern und gewann. Von Rang drei spülte es das Duo Lembeck/Meier auf das Siegertreppchen. „Mit einem Sieg hatten wir ehrlich gesagt gar nicht mehr gerechnet, aber so macht es natürlich noch mehr Spaß“, meinte Oliver Lembeck freudestrahlend.

Grund zum Grinsen hatte auch Wolfgang Weber. Er startete als Solist im Honda S2000GT da Teamchef Matthias Holle verletzungsbedingt passen musste. Dass der Mathol-S2000 der schnellste S2000 im Feld ist, hat er schon öfters bewiesen. Doch beim neunten Lauf der Langstreckenmeisterschaft zeigte der weiß-rote Bolide auch die nötige Standfestigkeit. Wolfgang Weber fuhr mit 9:17.753 die deutlich schnellste Runde in der Klasse SP3 und gewann am Ende souverän vor zwei weiteren S2000 der Konkurrenz. „Ich bin wirklich glücklich, dass wir endlich unser gesamtes Potential zeigen konnten“, meinte Teamchef Matthias Holle, der zu gerne selbst am Steuer seines „Babys“ gesessen hätte. In zwei Wochen beim vorletzten Lauf will er wieder ins Lenkrad greifen und den zweiten Sieg in diesem gemeinsam mit Wolfgang Weber herausfahren.