Mit dem 32. DMV 250-Meilen-Rennen startete die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft in die Endphase der diesjährigen Saison. Bei der drittletzten Veranstaltung des Jahres gelang es dem Frikadelli Racing Team dabei mit dem fünften Gesamtrang erneut an die Erfolge aus der Vergangenheit anzuknüpfen und sich sogar an die zweite Stelle im Stahlwille Top 20 Pokal zu verbessern.
Auch in der erfolgreichsten Breitensportserie in Europa, der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft, ist dauerhafter Erfolg von sehr vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Dabei muss das Gesamtkonzept aus Team, Fahrern, Partnern sowie der Fahrzeugentwicklung einfach ineinander greifen und perfekt abgestimmt sein, um dieses Ziel erreichen zu können.
Dieser Schlüssel zum Erfolg ist im Frikadelli Racing Team rund um Sabine Schmitz und Klaus Abbelen scheinbar gefunden worden. Mit dem fünften Gesamtrang beim 32. DMV 250-Meilen-Rennen konnte man in diesem Jahr schon zum vierten Mal in die Top 5 hinein fahren und sich sogar an die zweite Stelle im Stahlwille Top 20 Pokal, bei dem in erster Linie die Zuverlässigkeit der einzelnen Teams belohnt wird, nach vorne arbeiten. Zudem konnte man den Rückstand auf das Wochenspiegel Team Manthey auf nunmehr einen Punkt in dieser Wertung verkürzen.
Nachdem der 40. ADAC Barbarossapreis noch aufgrund einer Ölspur im Wehrseifen, dem langsamsten Streckenabschnitt der Nürburgring Nordschleife, abgesagt werden musste, nahm das Frikadelli Racing Team rund um Sabine Schmitz und Klaus Abbelen, gestärkt von den beiden Gastauftritten in der RCN, am vergangenen Wochenende das letzte Saisondrittel zur Langstreckenmeisterschaft in Angriff.
Aufgrund von dichter Nebelbildung entlang der Nürburgring Nordschleife startete das morgendliche Zeittraining zugunsten der Sicherheit aller Teilnehmer jedoch erst mit knapp dreistündiger Verspätung. „Es war sicherlich die richtige Entscheidung das Ganze hinaus zuzögern. Umso schwieriger war es jedoch, in der verkürzten Quali-Session von 60 Minuten eine freie Runde zu erwischen und abstimmungstechnisch noch etwas am Fahrzeug zu verändern“, dokumentierten Schmitz und Abbelen die Ereignisse. So umrundete Sabine Schmitz die 24,833 km lange Kombination aus dem Nürburgring Sprintkurs und der Nordschleife in 8.37,499 min, was den zehnten Startplatz sowie den fünften Platz in der Klasse SP 7 zur Folge haben sollte. „Wir sind mit dieser Ausgangssituation sicherlich in Schlagdistanz. Es wäre aber sicher noch schneller gegangen, wenn das Fahrzeug nicht entgegen unserer normalen Abstimmung dieses Mal in schnellen Passagen sehr anstrengend zu fahren gewesen wäre, was ziemlich untypisch war“, erklärte Schmitz nach dem Zeittraining.
Jedoch sollte es in der Folge, synchron zu den äußeren Bedingungen mit einer Temperatur, die sich oberhalb der 20 Gradmarke einpendelte, im Rennen von Runde zu Runde immer besser werden. So gelang es Sabine Schmitz in ihrem Startturn sowohl den Wochenspiegel Porsche 997 als auch das Opel Astra V8 Coupé von Schall hinter sich zulassen, ehe sie nach zehn Runden das Cockpit an ihren Lebensgefährten Klaus Abbelen abgeben sollte. Aufgrund des verspäteten Zeittrainings wurde auch die Renndistanz gekürzt. 55 Minuten weniger an Fahrzeit, ermöglichten den Teams gleichzeitig Änderungen in der Taktik vorzunehmen.
„Wir haben versucht mit nur einem Boxenstopp über die Distanz zu kommen. Dadurch hätten wir unter Umständen einen Vorteil im Vergleich zur Konkurrenz gehabt und hätten noch den einen oder anderen Platz gegen Rennende gutmachen können. Leider ist der Manthey Porsche kurz vor Schluss noch einmal über die Ziellinie gefahren, so dass wir für die letzte Runde doch noch einmal nachtanken mussten. Aber ein Versuch war es wert“. Dennoch standen am Ende für das in der Eifel beheimatete Team ein fünfter Gesamtrang sowie der dritte Platz in der Klasse SP 7 zu Buche.












