Karl Brinker setzte sich im achten Lauf um die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring an die Spitze der Fahrer des New Renault Clio Cup. Eidgenosse Mathias Schläppi meldete sich auf der Nordschleife eindrucksvoll mit einem zweiten Platz zurück. Hinter ihm: die Hockenheimer Renault-Partner Christian und Stefan Benz auf Platz drei. Karl Raab und Robert Zehetmayr konnten die Tabellenführung in der Clio-Wertung des Teams Steibel mit dem fünften Rang knapp verteidigen. Vor ihnen auf dem vierten Rang: Die Ring-Racing-Fahrer Jacques Meyer und Klaus Völker.
Dicke Nebelschwaden hatten Teams und Fahrern am Morgen des elften Laufs um die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft die Sorgenfalten auf die Stirn getrieben und Geduld gefordert. Während an etlichen Streckenabschnitten der Nordschleife die Sonne strahlte, war der Start- und Zielbereich des Nürburgrings bis zum frühen Mittag von Nebel umhüllt. Das Training wurde verschoben und schließlich auf 55 Minuten gekürzt. Auch die Renndistanz schrumpfte von vier auf drei Stunden und 5 Minuten. Darüber freuten sich vor allem jene, die mit größeren, 100-Liter-Tanks im Cup-Clio unterwegs waren. So auch Ring-Racing-Pilot Karl Brinker, der immer besser in Fahrt kam und mit einem Tankstopp und nach etlichen Duellen die Konkurrenz eindrucksvoll hinter sich ließ, in der SP3 den vierten Platz belegte. Der Bäckermeister hatte auch gegenüber dem lange Zeit führenden Clio-Fahrer Mathias Schläppi die Nase vorn. Der Eidgenosse, der mit Co-Pilot Devis Schlägli ins Rennen ging, war in Sachen Pilot-Projekt unterwegs. Er startete mit der Firma Borremans Motortuning aus Belgien gemeinsam einen Clio-Langzeittest mit einem 242 PS-Motor (statt 205).
Guter Dinge zeigten sich in der Eifel die Brüder Stefan und Christian Benz. Nachdem sie kurz vor dem Start einen Getriebeschaden an ihrem Clio beheben konnten, belegten sie nach mehr als drei Stunden Nordschleifen-Fights den dritten Platz. Damit wird die Luft für die Meisterschaftsführenden im Team Steibel dünner. Sechs Punkte trennen die Teams zwischen Platz eins und zwei. „Hauptsache ankommen und nicht in einen Unfall verwickelt werden“, lautete auch die Devise bei Robert Zehetmayr und Karl Raab vom Team Steibel. Gelebter Teamgeist: Zur Unterstützung war eigens Teamgefährte Sebastian Lhomer angereist, und drückte die Daumen vor Ort.
Das Duo Klaus Völker und Jacques Meyer setzte sich in der Eifel auf den vierten Platz in der Renault-Wertung. Ihre Schreckmoment: Im Training war plötzlich die Servolenkung ausgefallen – sie absolvierten ihre Pflichtrunden mit Muskelkraft am Steuer und konnten später mit dem reparierten Clio ins Rennen gehen.
Mit einem hervorragenden Einstieg glänzten die Ring-Racing-Neuzugänge aus dem russischen Moskau: Alexander Milenkiy, Sergey Gorbunov und Vasiliy Gavrilov belegten in ihrem ersten gemeinsamen Langstreckenrennen den siebten Platz unter den New Renault Clio-Piloten.
Ausnahmsweise mit drei Fahrern im Einsatz war – ausgerechnet bei verkürzter Renndauer – das Team um Marc Beckord. Er teilte sich das Cockpit mit Karsten Kratz und Alexander Starke. Jedoch wurde Beckord von einem übereifrigen Kontrahenten abgeschossen, drehte sich mehrfach über die Strecke und verlor etliche Positionen. Am Ende belegte das Team den sechsten Rang.
Das nächste Rennen um die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft ist am 25. Oktober.












