In einer von Wetter-Kapriolen gezeichneten Veranstaltung belegen der RIAL-Seat mit Frank Lorenzo / Harald Jacksties sowie der Mäder-Honda S2000 einmal mehr glänzende Podiumsplätze in den Klassen SP3T sowie SP3.
„Wir sind richtig heiß, nach der verhältnismäßig langen Rennpause endlich wieder an den Start zu gehen“, ließ das Fahrer-Duo Harald Jacksties und Frank Lorenzo am Vorabend des achten Laufs zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft unisono verlauten. Die Motivation der Piloten, des in der Klasse SP3T am Start stehenden RIAL-Seat, war also zweifelsohne vorhanden. Jedoch bremste am Renntag dichter Nebel die Euphorie der motivierten Mannschaft von INTER Racing zunächst ein. Erst mit einer Verspätung von drei Stunden ließ die Rennleitung das über 200 Fahrzeuge starke Feld dann endlich auf die Strecke, um ein auf lediglich 60 Minuten verkürztes Zeittraining zu absolvieren. An den ernsten Absichten, mit dem RIAL-Seat auch diesmal wieder eine gewichtige Rolle in der Klasse der Zweiliter-Fahrzeuge mit Turbomotor zu spielen, änderten aber auch die neuen Rahmenbedingungen nichts. Frank Lorenzo konnte bereits zu Beginn der Trainings-Session eine optimale Runde in den teilweise noch feuchten Asphalt brennen. Wodurch die RIAL-Truppe das auf drei Stunden verkürzte Rennen aus der ersten Startreihe in Angriff nehmen konnte.
Mit dem Fallen der Startflagge entbrannte in der stark besetzten Klasse SP3T sodann ein spannender Kampf um die Spitze. Erst mit zunehmender Renndauer konnte sich der Audi A3 von Räder Motorsport leicht absetzen. Dahinter wurde der RIAL-Seat in ständig wechselnde Positionskämpfe verwickelt, als Frank Lorenzo zum ersten Boxenstopp abbog. „Wir haben eine neue Reifenmischung getestet, die für die vorherrschenden Temperaturen nicht ganz optimal war“, gab der als Teamchef und Fahrer in Personalunion agierende Lorenzo nach seinem ersten Stint zu Protokoll.
Auf Rang vier liegend machte sich Fahrer-Kollege Harald Jacksties weiter auf die Jagd. „Bereits in der Box haben wir etwas Zeit gutmachen können. Es hat sich also gelohnt, dass wir die Stopps am Vortag noch mal eifrig geübt haben – auch wenn unsere Truppe darüber nicht gerade begeistert war“, grinste Jacksties nach seiner fulminanten Fahrt. Schließlich übergab der Wahl-Schweizer den RIAL-Seat wieder auf Platz zwei liegend an Frank Lorenzo.
Und der blies in den verbleibenden sieben Runden noch einmal zur Attacke auf den Klassensieg. Dieser schien kurz vor Schluss auch tatsächlich möglich, da der Räder-Audi mit leichten Problemen haderte. Lorenzo quetschte das Letzte aus dem RIAL-Seat heraus, legte mit einer Rundenzeit von 9.12 Minuten sogar den bislang schnellsten Turn des rund 300 PS starken Fronttrieblers auf das anspruchsvolle Parkett der Nordschleife.
Jedoch währte die Freude über den Platz an der Sonne nicht lange. In der vorletzten Runde zwang ein Reifenschaden den RIAL-Seat zu einem weiteren Halt an die Box. So eng liegen im Rennsport eben Freud und Leid beieinander.
Dennoch sorgte am Ende auch Rang drei für strahlende Gesichter: „Das war ein spannendes und tolles Rennen. Zudem gehen wir mit der Erkenntnis aus der Veranstaltung, dass wir nach der langen Pause schneller sind, als gedacht“, scherzte Harald Jacksties.
Zu Scherzen aufgelegt waren auch Reinhold Renger und Andreas Mäder. Schließlich belegte die schnelle und zuverlässige Fahrer-Paarung des ebenfalls von RIAL unterstützten Honda S2000 in der Klasse SP3 Rang zwei. Während die amtierenden Meister Fritzsche/Fritzsche/Wolf ein rabenschwarzes Wochenende erlebten. Der auch in der Klasse SP3 gemeldete und mit RIAL GTR-Felgen ausgerüstete Opel Astra GTC verrauchte bereits gegen Ende des Zeittrainings mit einem Motorschaden.
Die nächste Veranstaltung der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft steht am 25. Oktober auf dem Programm. Keine Frage, dass die Mannschaft von INTER-Racing auch jetzt schon wieder heiß darauf ist, der starken Konkurrenz in der Kategorie SP3T ein weiteres Mal einen harten und fairen Fight zu liefern.












