Beim achten Lauf des tv14 Honda Civic Cups standen 10 Fahrzeuge am Start. Wie so häufig in dieser Saison fiel die Entscheidung auch beim 32. DMV-250-Meilen-Rennen erst in der letzten Runde. Oliver Lembeck/Mario Meier (Buchloe/Schöfland) holten ihren ersten Saisonsieg knapp vor Kim Berwanger/Uwe Unteroberdörster/Dino Moll (Brücken/Lohmar/Bonn) und Peter Venn/Marcel Hoppe/Harald Thönnes (England/Lennestadt/Mülheim-Kärlich). In beiden Cup-Wertungen sind die Entscheidungen noch offen. In der Teamwertung liegt Dupre Motorsport, Claus und Christoph Dupre (Schiffweiler) fuhren diesmal auf Rang sechs, weiter in Führung. In der Fahrerwertung haben noch Jürgen Nett/Rolf Schütz (Mayen/Andernach), sie kamen auf Platz fünf ins Ziel, die Nase vorn.
Es war ein herrlicher Herbsttag in der Eifel mit guten Bedingungen. Der Renntag der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring begann allerdings mit erheblicher Verspätung. Die Sonne brauchte bis gegen 11.30 Uhr, um durch den dichten Nebel zu dringen, der ein Fahren zuvor verhindert hatte. Das Warten brachte natürlich die Zeitplan gehörig durcheinander. Schließlich wurde nur noch eine Stunde trainiert und das Rennen auf die Distanz von 185 Minuten verkürzt.
Beim Zeittraining war es zu Beginn noch etwas feucht, doch später herrschten trotz starken Verkehrs durch die 210 Teilnehmer fast optimale Verhältnisse. Berwanger/Unteroberdörster/Moll stellten ihren Civic mit 9.57,123 Minuten auf die beste Startposition vor Frank Totz/Peter Kreuer (Brakel/Köln) und Nett/Schütz.
Die Trainingsschnellsten übernahmen nach dem Start die Führung gefolgt von Nett/Schütz, Totz/Kreuer und Dupre/Dupre. Während Lembeck/Meier, die im Training nur die sechstschnellste Zeit gefahren waren, sich erst durchs Feld kämpfen mussten, verloren Venn/Hoppe/Thönnes zu Beginn wertvolle Zeit.
Die Abstände an der Spitze blieben das gesamte Rennen hindurch sehr gering. Letztlich entschied ein zu-sätzlicher Tankstopp vor der letzten Runde das Rennen. Die führenden Berwanger/Unteroberdörster/Moll fassten noch einmal zehn Liter Sprit und kamen so nur auf Rang zwei. Berwanger: „Wir haben entschieden, lieber ein zweiter Platz als ohne Sprit auf der Strecke stehen zu bleiben.“ Lembeck/Meier setzten dagegen auf Risiko und wurden dafür belohnt. Lembeck: „Mit einem Sieg hatten wir eigentlich schon nicht mehr gerechnet, aber dadurch macht es um so mehr Spaß. Durch den schlechten Startplatz war es heute ein hartes Stück Arbeit.“ Bemerkenswert: Meier, der das Auto ins Ziel brachte, hatte vergessen den Funk einzustöpseln und war so ohne jegliche Informationen gefahren. Entsprechend groß war die Überraschung, nachdem er vom Sieg erfahren hatte.
Fleper Motorsport war mit Rang drei durchaus zufrieden. Thönnes: „Wir hatten anfangs einige Schwierigkeiten, die Pace an der Spitze mitzugehen. Diese Zeit konnten wir später nicht mehr holen.“ Totz/Kreuer liefen als Vierte ein. Totz: „Ein problemloses Rennen, zur Spitze hat nicht mehr viel gefehlt.“ Nett/Schütz mussten sich schließlich mit Platz fünf begnügen. Nett: „Im Prinzip hatten wir keine Probleme. Nur haben die Reifen während des zweiten Turns ziemlich früh abgebaut.“ Nach starkem Beginn blieb für Vater und Sohn Dupre letztlich nur Rang sechs.
Das VLN-Honda Junior-Team Christian Caron/Marleen Seilheimer/Dennis Nägele (Heinsberg/Bayreuth/Ulm) verlor wertvolle Zeit durch einen zusätzlichen Boxenstopp, bei dem die Gurte erneut fixiert werden mussten. So blieb im Ziel nur Rang sieben. Das Damenteam Daniela Schmid/Anja Wassertheurer (Imst/Stuttgart) kam nach gewohnt konstanter Fahrt auf Platz acht vor dem zweiten Mathol-Civic von Norbert Bermes/Dirk Hemmersbach/Mario Meier (Willich/Düsseldorf/Schöfland). Frank Kuhlmann/Michel Budde/Jörg Hildebrandt (Bramsche/Kalbe/Bremen), das neue Fahrer-Trio von FKM Racing, hatten noch Eingewöhnungsschwierigkeiten und belegten nur den letzten Rang.












