Um Haaresbreite verfehlte der PSR Volvo S60 mit Ulli Andree/Ulli Packeisen/André Lips/Remo Lips beim prestigeträchtigen Sechs-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring den möglichen Sieg. Am Ende dauerte der Saisonhöhepunkt der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 40 Minuten zu lang.
Der Samstagnachmittag in der Eifel stand im Zeichen wechselhaften Wetters. Ulli Andree ging von der Pole Position seiner Klasse aus in Führung und konnte den Vorsprung nach und nach immer weiter ausbauen. Der Kölner war im Startturn mit Slicks unterwegs, während seine direkten Kontrahenten auf Intermediates oder Regenreifen gesetzt hatten – und daher schon früh ihre ersten außerplanmäßigen Stopps einlegen mussten.
Andree zog dagegen souverän seine Runden und baute die Führung aus. Bis zum ersten Boxenstopp holte er einen Vorsprung von zwei Minuten heraus. André Lips konnte im zweiten Törn die Führung zunächst noch weiter manifestieren. „Aber dann“, erinnert sich Teamchef Danny Berk, „gingen die Wetterkapriolen los, und wir haben uns ein wenig verhaspelt und daher gegen Mitte des Rennens viel verloren.“
Lips und Packeisen, der auf Slicks unterwegs war, mussten ihre Törns früher als geplant beenden, um andere Reifen aufzuziehen. Auch Remo Lips musste am Ende nach vier Runden noch einmal die Bereifung – von Regenreifen auf Slicks – wechseln, ehe er zu seinem Endspurt ansetzen konnte.
Trotzdem schafften es die PSR-Piloten, ihren Volvo S60 auf der zweiten Stelle zu halten – immer auf Schlagdistanz zum Führenden. Im letzten Törn musste der Spitzenreiter nochmal an die Box, während Remo Lips Runde um Runde massig Zeit gutmachte. „Wahrscheinlich hätte es gereicht, wieder in Führung zu gehen, wenn der Führende seinen letzten Stopp absolviert hätte“, rechnete Berk vor. „Aber dann hat uns 40 Minuten vor Schluss ein kapitaler Motorschaden ereilt und alle Sieghoffnungen zunichte gemacht.“












