Mit einem Doppelstart begann für Christopher Mies die zweite Saisonhälfte in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft am Samstag, 21. Juni 2006. Der Heiligenhausener ging auf dem Nürburgring sowohl im Ford Fiesta ST als auch im Porsche 996 an den Start.
Am längsten Tag des Jahres und offiziellen Sommeranfang begann es für den 18-Jährigen am Samstagmorgen zunächst regnerisch. Als die knapp 200 Tourenwagen morgens um 8.00 Uhr das Zeittraining auf der 24,433 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife aufnahmen, war der Kurs nass und es regnete leicht. Erst in der letzten halben Stunde wurde die Ideallinie trockener und so konnte der rhino’s junior squad-Pilot mit dem Ford Fiesta ST vom Team rhino’s Leipert zum Schluß noch die zweitschnellste Zeit mit 10:02.157 Minuten in der Klasse SP2 hinlegen.
Der grün-weiße Porsche 996 von Vater Peter Mies und Thomas Sluis (Wuppertal) kam in der Klasse Cup3a auf den dritten Startplatz.
Der Start zum 4 Stunden-Rennen, dem 48. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen, erfolgte bei guten Bedingungen am Samstag um 12.00 Uhr. Christopher Mies saß zu Beginn im Cockpit des Ford Fiesta ST und hatte nur in der 1. Rennrunde eine haarige Situation, als es auf der Döttinger Höhe zu einem Zweikampf mit Andri Kruglik kam. Als beide Piloten nebeneinander Richtung Start-und-Ziel fuhren, kam von hinten Benjamin Leuchter, der Mies an der Stoßstange traf. Nur mit viel Geschick konnte er das ausbrechende Auto halten und einen Unfall vermeiden. „Benjamin hat sich aber nachher für die Aktion entschuldigt und ich bin mir sicher, dass er es nicht so vorgehabt hatte“, erklärte Christopher Mies anschließend. Im Laufe seines Stints über 11 Runden kam er aber dann auf Platz zwei und übergab an seinen lettischen Teamkollegen Mareks Stolcermanis, der den Platz hielt.
Bis kurz vor Schluß war man sicher auf dem Podestplatz und die Punkte für P2 wären auch sehr wichtig für den Ford Sportpokal gewesen, doch dann musste der Lette einen Boxenstopp einlegen, der das Team Zeit kostete und auf den vierten Platz in der Klasse SP2 zurück fallen ließ!
“Natürlich bin ich enttäuscht“, so Christopher Mies nach dem Rennen. „Ohne den unplanmäßigen Boxenstopp wären wir sicherer Zweiter gewesen. Wir hatten nach hinten Luft und hätten problemlos das Podest erreicht. Es war diesmal für mich ein ganz enges Rennen im Fiesta. Nach zwei Stunden lagen alle noch innerhalb von drei, vier Sekunden und dies zeigt auch die Leistungsstärke der Teams in der Klasse.“
Dies war auch in der Klasse Cup3a zu sehen. Nach Startplatz drei ging zunächst Thomas Sluis ins Rennen und übergab an Peter Mies. Auf Platz drei liegend übernahm Christopher Mies den letzten Part des Trios und da man keine Chance mehr auf eine Verbesserung hatte, setzte man sich das Ziel noch die schnellste Rennrunde zu erzielen. Mit neuen Reifen ging der 18-Jährige auf den Kurs. Doch es sollte an diesem Tag einfach nicht sein. Bereits nach zwei Runden hatte er mit Luftverlust zu kämpfen und dann sogar einen Reifenplatzer. Mit langsamer Fahrt schleppte er sich vom Streckenabschnitt Adenauer Forst in die Box und holte sich einen neuen Reifen. Doch damit war eine schnelle Runde nicht mehr erreichbar und so blieb es beim Platz drei.












