Starke Leistung: Im vierten Lauf um die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring setzten sich Dirk Riebensahm und Axel Linther mit dem Team Mintgen als Sieger der New-Renault-Clio-Cup-Wertung auf den dritten Platz in der Klasse der SP3 des Langstreckenlaufs. Die Hockenheimer Renault-Partner Christian und Stefan Benz jubelten über Platz zwei in der Clio-Kategorie und Rang vier in der SP3-Klasse. Karl Raab und Manuel Metzger vom Team Steibel-Motorsport belegten den dritten Platz in der Clio- und Rang sechs in der SP3-Wertung.
„Dass es so gut läuft, hätte ich nicht gedacht“, freute sich Mintgen-Pilot Dirk Riebensahm strahlend. Er und Teamkollege Axel Linther hatten – ebenso wie die Benz-Brüder aus dem Badischen – die Kontrahenten in der SP3 ordentlich aufgemischt und sich innerhalb des vier Stunden-Laufs den dritten Platz erobert. Souverän setzten sie sich auch von ihren Clio-Kontrahenten ab. Nach einigen technischen Defekten in den vergangenen Rennen lief es für das Team Mintgen diesmal wie am Schnürchen. „Wir haben viel am Auto gearbeitet. Zum Beispiel die Drehzahl zurückgenommen und einiges am Fahrwerk und an der Bremse verändert“, berichtete Michael Mintgen. Begeistert über den gelungenen Einsatz auch Startfahrer Dirk Riebensahm: „In den ersten beiden Runden ging alles reibungslos. Später musste man auf der Hut sein, weil etliche Motorschäden für reichlich Öl auf der Strecke sorgten. Aber das Auto war einfach super“, schwärmte er.
Strahlende Gesichter auch bei den Brüdern Christian und Stefan Benz aus Hockenheim: „Nach dem bescheidenen Abschneiden beim 24h-Rennen wollten wir sehen, dass es heute wieder besser läuft“, schmunzelte Christian Benz. „Aber, es ist wie immer, zusammengerechnet wird erst zum Schluss“, ergänzte Benz, während mit diesen Worten der Plastikstuhl auf dem er saß, unter ihm zusammenbrach – zum Glück der einzige technische Defekt, den das Benz-Team an dem Wochenende in der Eifel verbuchte.
Weniger reibungslos verlief – einmal mehr – das Wochenende für den Schweizer Mathias Schläppi, der als Einzelkämpfer ins Rennen ging. Er wurde im Streckenabschnitt Galgenkopf durch einen Kontrahenten derartig ausgebremst, dass er einen unplanmäßigen Boxenstopp einlegen musste. „Der hat mir zum Anbremsen keinen Platz gelassen“, so Schläppi. Die Konsequenz kostete seinen zweiten Platz in der Clio-Wertung und sechs Minuten Auszeit an der Box: Unter anderem musste die Spurstange ausgewechselt werden. Der Eidgenosse machte auch nach dem Rennen keinen Hehl aus seinem Zorn: „Unglaublich. Manche Leute gehören einfach nicht auf die Strecke. Er war eindeutig viel zu langsam und machte sofort zu“, berichtete Schläppi, der am Ende den neunten Rang in der SP3 und den fünften Platz in der Clio-Wertung hinter den Sesterheim-Fahrern Marc Hurler und Felix Schmitt belegte.
Früher als geplant steuerte nach „Feindberührung“ auch Karl Raab die Box an. „Zum Glück keine schweren Blessuren, so dass der Fahrerwechsel mit Manuel Metzger zwei Runden früher erfolgte“, erklärte Teamchef Steibel, der an diesem Wochenende mentale Unterstützung von Robert Zehetmayr hatte. Dieser war für die Taxifahrten am Vortag zum Ring gekommen und fieberte während des Rennens im Fahrerlager mit. „Ist doch selbstverständlich, dass man das Team unterstützt. Wir wollen doch gemeinsam rollen, ankommen und Punkte sammeln Das ist das Wichtigste!“
Während es auf der Strecke um Punkte und Platzierungen ging, präsentierten Renault MotorSport-Koordinator Bernd Hütter und Team im Fahrerlager die gesamte Bandbreite und Einsatzvielfalt des Renault Cup Clios – zur Begeisterung zahlreicher Interessenten. Neben dem Clio RS III Coupe für RCN, BFG LM und ADAC Procar wurden unter anderem auch die modifizierte Clio-Serienwagenausführung V4 für BFG LM, RCN und GLP sowie die Sportausführung des Dacia Logan KS mit Motor und Getriebe des Clio RS 2.0 gezeigt.
Ein dickes Lob erntete Renault MotorSport auch von Teamchef Michael Mintgen: „Toll, dass Renault sich so an der Langstrecke engagiert. Was hier gemacht wird, ist schon beachtlich.“
Zum Renault-Engagement auf dem Nürburgring zählen auch die Get-together-Abende, freitags, ab 18 Uhr, in der Renault-Lounge. So auch im Vorfeld des nächsten VLN-Lauf, der am Samstag, 5. Juli, 12 Uhr startet.












