Claudia Hürtgen schreibt Geschichte

Ein hervorragendes Rennen erlebte Claudia Hürtgen beim dritten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring Nordschleife. Neben Platz zwei im Gesamtklassement kam die Aachenerin auch zum Klassensieg im BMW Z4 M Coupé. Darüber hinaus schrieb sie Geschichte mit der ersten Pole Position einer Frau in der Geschichte der Meisterschaft.

Schon beim Qualifying am Samstagmorgen war Claudia Hürtgen immens schnell unterwegs. Sie stellte das BMW Z4 M Coupé auf die Pole Position der 192 gestarteten Fahrzeuge. 8:26.466 Minuten benötigte sie für die 24,369 Kilometer lange Strecke. Niemand war schneller und so war der Jubel im Team von Schubert Motorsport natürlich groß! „Eine verrückte Situation – gestern Abend habe ich noch gesagt, dass eine Rundenzeit um 8:25 Minuten möglich sein könnte“, so Hürtgen. „Heute im Qualifying hat unsere Zeit von 8:26,466 Minuten für die Pole-Position gereicht – ich bin sehr stolz auf unser Team.“

Auch für das Rennen war man optimistisch eine gute Rolle spielen zu können. „Es sind einige PS-stärkere Autos hinter uns, die bestimmt Druck machen werden“, so die Tourenwagenpilotin vor dem Rennen. Beim Start saß der Norweger Stian Sorlie im Auto, der nach seinem Turn auf Platz vier liegend an Claudia Hürtgen abgab. Die Aachenerin griff sofort an und fuhr schnelle Rundenzeiten, die sie immer weiter an die Spitze heranführte. Und nach ein paar Runden lag sie dann in Führung, musste aber nochmals an die Box zum Reifen- und Fahrerwechsel. Nach diesem Wechsel lag man dann auf Platz zwei. Zwar versuchte der Schwede Richard Göransson noch einmal zu überholen, doch er kam nicht mehr nahe genug ran. Zum Schluß lag der BMW Z4 nur 19,249 Sekunden hinter dem Sieger.

„Natürlich ist es schade, dass wir nur so knapp geschlagen wurden“, erklärte Claudia Hürtgen anschließend. „Aber auch so können wir zufrieden sein. Klassensieg und Platz zwei ist ein tolles Ergebnis. Für die Team ist es eine tolle Motivation für das 24 Stunden-Rennen.“