Teamchef Claus Steibel und seine Fahrer Sebastian Lhomer und Robert Zehetmayr jubelten um die Wette: Der dritte Lauf um die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft um die Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy bescherte ihnen den ersten Sieg in der Wertung des New Renault Clio Cup. In der SP3 Klasse hatten jedoch die Mintgen-Fahrer Axel Linther und Sebastian Erkes im Vorgänger-Modell des Cup-Clios die Nase vorn. Sie behaupteten sich mit dem dritten Platz in der SP3 und als beste Clio-Fahrer im Rennen – jedoch außerhalb der Renault-Wertung. Den zweiten Platz innerhalb des New Renault Clio Cup-Klassements belegte das Team Ebbing-Motorsport (SP3 Platz 6), das erstmals in diesem Jahr auf der Nordschleife an den Start ging. Pech hatte erneut Mathias Schläppi, diesmal mit Kristian Nägele im Rennen. Zehn Minuten vor Rennende hatte Nägele das Schläppi-Fahrzeug wegen defekter Kupplung abstellen müssen. Auch Karl Brinker vom Team Ring-Racing, der exzellent unterwegs war, musste nach rund drei von vier Stunden auf Rang eins fahrend aufgeben – wegen eines Defekts in der Wasserzufuhr.
Der dritte Lauf um die BFGoodrich Meisterschaft auf dem Nürburgring hätte für Teamchef Claus Steibel und seine Piloten Sebastian Lhomer und Robert Zehetmayr im Cup-Clio III nicht besser laufen können. „Der erste Sieg in der Cup-Wertung“, jubelten Steibel und Robert Zehetmayr, während Sebastian Lhomer als Fünfter in der SP3-Klasse die Ziellinie überquert hatte. „Die letzten Minuten waren eine Zitterpartie. Ich bin nervöser als vor dem Rennen“, so Zehetmayr erleichtert. „Abgerechnet wird zum Schluss. Ankommen lautet die Devise“ hatten er und Lhomer noch am Vorstart erklärt.
So reibungslos wie für das Steibel-Team war es für Team um Michael Mintgen hingegen nicht gelaufen. Dort musste am Vortag der neue, aufwändig aufbereitete Clio gegen das Vorgänger-Modell ausgetauscht werden. „Wir hatten nach dem Defekt im Vorrennen einen neuen Motor eingebaut, kamen jedoch nicht mehr zum Testen. „Die Einrollphase hier im Training war wahrscheinlich zu kurz“, so Michael Mintgen nach erneutem technischem Defekt im Training. Die Piloten Axel Linther und Sebastian Erkes für Dirk Riebensahm stiegen kurzerhand auf das Vorjahresauto um. „Dafür, dass man in der Nacht- und Nebelaktion den Clio ohne Tests ins Rennen schickte, können wir sehr zufrieden sein“, meinte Mintgen. Das bestätigte auch Axel Linther: „Es lief richtig gut. Zudem war es auf der Strecke wesentlich entspannter als in den vorausgegangenen Läufen.“
Ein enttäuschendes Ende registrierte nach Crash und krankheitsbedingten Ausfällen in den Vorrennen erneut der Schweizer Mathias Schläppi und sein Team, die diesmal mit dem Ex-Kontrahenten Kristian Nägele ins Rennen gingen. „Es lief super. Bis auf einmal die Kupplung streikte und auf der Döttinger Höhe ganz versagte“ erzählte Nägele. „Jetzt hatten wir dreimal Pech. Immer etwas anderes. Das müsste eigentlich genug sein“, so Schläppi.
Erstmals in dieser Saison ging das Team Ebbing-Motorsport an den Start. „Für uns eine Art Testlauf. Das Fahrwerk stimmt noch nicht und wir müssen noch einige Details verändern“, resümierte Teamchef Klaus Ebbing, der gemeinsam mit Maik Rupieper und dem Dänen Lasse Osterrild ins Steuer griff. Der Profi-Motorsportler ist seit etlichen Jahren im Rennsport aktiv und verfügt über beste Erfahrungen mit dem neuen Clio: „Wir sind 2006 in Dubai zum 24-Stunden-Rennen angetreten und haben mit dem Clio prompt den zweiten Platz in der Klasse belegt“, schwärmt er. Den verbuchte sein Team im Renault-Klassement auch prompt beim ersten Einsatz in der Langstreckenmeisterschaft 2008.












