Schnellste Rennrunde, Rang 2 und ein überzeugendes Fahrzeug

Das vergangene 4-Stunden-Rennen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft hatte es in sich. 223 Rennfahrzeuge bereiteten sich unter warmen Witterungsbedingungen auf die Nürburgring Nordschleife vor. Mitten unter ihnen auch der DHL-Porsche von Johannes Paczynski (Mönchengladbach), der im mattschwarzen Look tief geduckt seine Runden im Zeittraining abspulte. Doch Fahrwerksprobleme des Gruppe-H-Boliden ließen keine Top-Zeiten zu, Paczynski und Andreas Baier (Obersulm-Eschenau) mussten sich mit Platz zwei hinter dem Porsche 935 von Dirk Torwesten geschlagen geben.

In der Pause zwischen Zeittraining und Rennen aber gelang es den Mechanikern das Problem auszusortieren. Im Rennen gelang es Startfahrer Baier schnell sich von der Meute der neuen Porsche, BMW und Co abzusetzen und die Führung der Gruppe H5 zu übernehmen. Rundenlang lieferten sich die Sportwagen heiße Kopf- an Kopf-Duelle, die sich über den gesamten Rennverlauf äußerst fair verhielten. „Ich zolle Dirk Torwesten meinen höchsten Respekt, der Kampf mit ihm war immer fair, wenngleich auch immer hart.“ Dass sich ein Gruppe-H-Porsche nicht hinter den Sportwagen der Neuzeit verstecken muss, zeigen nicht nur Rundenzeiten um 9:22 Minuten, sondern auch zahlreiche gewonnene Manöver gegen Porsche 997 auf der längsten Rennstrecke der Welt. „Allerdings konnten wir den Speed nicht immer voll ausspielen, unglaublich wie viele Unfälle die Strecke säumten. Alleine an diesem Wochenende waren Krankenwagen und Rettungshubschrauber mal wieder im Dauereinsatz, die Strecke in Teilbereichen gesperrt“ so Andreas Baier nach seinem Turn. Auftretende Vibrationen am Fahrzeug fanden sich in einem losen Fahrwerksteil wieder, der Boxenstopp kostete wertvolle Sekunden, Platz 1 musste man wieder an den Torwesten-Porsche abtreten. Auch wenn Andreas Baier am Schluss noch mal alles gab und den Rückstand abbauen konnte, blieb es zum Schluss bei Rang 2.

Doch die Freude über das Ergebnis war unbeschreiblich, die Arbeit über den Winter hatte sich in zählbare Ergebnisse ausgezahlt, der DHL-Porsche jetzt endlich so, wie ihn sich Paczynski vorgestellt hatte. „Wir haben mit der schnellsten Rennrunde in der Gruppe H gezeigt, welch eine Kraft in dem Wagen steckt, ohne das lose Teil, hätten wir den ersten Platz holen können“ ist sich Baier sicher, das Team des Rheydter Club für Motorsport könnte deshalb schon bald wieder auf die Siegerstraße zurückkehren, das Potential ist jedenfalls eindeutig vorhanden.