Hoch motiviert ging der Merziger Michael Bohrer (24) und sein neuer Teamkolleg Stefan Jäger beim ersten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft an den Start. Bereits Samstagmorgens im Zeittraining zeigte das Team Lenzen mit dem Fahrer Michael Bohrer und der ersten Poleposition im ersten Rennen seine Leistungsfähigkeit. Doch das Team bekam 120 Kilogramm Bleizuladung gegenüber dem vergangenen Jahr. Das dies natürlich einige Probleme mit sich bringen würde, war bereits vielen im Vorfeld klar. Gleich zu Beginn des 4h-Rennens setzte sich der für den TÜV-Rheinland startende Merziger in Führung und übergab das Steuer mit der zusätzlich schnellsten Rennrunde an seinen Teamkollegen Stefan Jäger. Doch dieser musste leider in Führung liegend mit einem Getriebeschaden aufgeben. Teamchef Mike Lenzen: “Wir wissen noch nicht ob es mit dem Gewicht zusammen hängt doch wir werden daran arbeiten und beim nächsten Lauf wieder voll angreifen.“
Erste Testfahrt geglückt
Hoch motiviert reiste der Merziger Michael Bohrer mit dem Autohaus Lenzen zum Saisonauftakt auf dem Nürburgring. Bereits freitags konnte man Michael mit seinem neuen Teamkollegen Stefan Jäger auf der Strecke testen sehen. Teamchef Mike Lenzen: „ Wir sind guter Dinge und überzeugt das wir um den Titel mit kämpfen werden. Das Auto setzen wir im zweiten Jahr ein und kennen somit das Auto sehr gut. Doch auf Grund von einer neuen Klasse und einem anderen Reglement in dem wir dieses Jahr starten, bekommt das Fahrzeug 120 kg Zusatzgewicht. Dies konnte jedoch noch nicht ausgetestet werden und Stefan muss noch Erfahrung mit seinem neuen Einsatzgerät sammeln.“
Das Team schickte zunächst den jungen Saarländer für 2 Runden auf die Strecke und anschließend Stefan Jäger für das restliche Training. Michael Bohrer anschließend: „Das Auto hat sich sehr stark verändert. Wir haben das Fahrwerk bestens in den Griff bekommen, doch das hohe Gewicht merke ich nicht nur beim beschleunigen sondern auch die Bremsen und andere Dinge werden viel zu stark beansprucht. Ich bin immer noch überzeugt das der Peugeot 206 RC sehr schnell ist, jedoch über die Distanz mache ich mir noch sorgen.“ Mit den neu gewonnen Erkenntnisse machte sich das Team sofort an die Arbeit.
Das Team zählt zu den stärksten in seiner Klasse
Am Samstagmorgen wurde es dann ernst und die BF-Goodrich Langstrecken Meisterschaft ging mit einem Rekordstarterfeld von über 230 Fahrzeugen in das erste Training der Saison 2008. Zunächst fuhr Stefan Jäger für das Team Lenzen raus zu Zeitenjagd. Nach dem die neuen Reifen eingefahren waren, sollte der Angriff kommen. Dieser wurde jedoch mit einem Abbruch des Zeittrainings sehr schnell gestoppt. Das die legendäre Nordschleife des Nürburgring nicht nur die längste sondern auch schwierigste ist, zeigten einige Unfälle von Neulingen die den Abbruch verursachten. Doch als der Merziger Michael Bohrer bei erneutem Trainingsbeginn auf die Strecke ging setzte er das Auto sofort auf die Poleposition in seiner Klasse und zeigte somit das Potenzial des Autos. „Ich habe eine gute Runde erwischt und meine Erfahrung hat mir sicherlich sehr geholfen. Nur eins ist mir auch klar das Tempo kann ich mit dem Gewicht nicht über die Distanz durchhalten, denn das Material wird so zu stark beansprucht.“
Rekordstarterfeld und Bohrer führte seine Klasse mit der schnellsten Rennrunde an
Am Samstagnachmittag startete dann das riesige Starterfeld zum 4h-Rennen und Michael Bohrer konnte sich als Startfahrer gleich die Führungsposition behaupten. Im Gedränge der vielen Fahrzeuge konnte sich der Merziger behaupten und setzte sich immer weiter von den Verfolgern ab. Nach 7 Runden und einem riesigen Vorsprung kam er allerdings schon in die Box zum tanken. Im letzten Jahr waren es noch 8 Runden bis zum Tankstop, aber auch hier macht sich das Gewicht bemerkbar. Dies störte das Team allerdings noch nicht, den der größte Konkurrent mit …. strandete an einer Leinplanke und somit konnte das Team Lenzen mit Stefan Jäger weiterhin in Führung bleiben. Doch dann kam der Schock, mitten im Rennen erreicht den für den TÜV Rheinland startende Michael Bohrer und Teamchef Mike Lenzen ein schrecklicher Funkspruch. „Das Getriebe ist defekt, versuche in die Box zukommen.“ So die Aussage von Jäger. In der Boxengasse angekommen konnte man auf den ersten Blick feststellen das es keine Chance mehr gab das Auto noch mal in das Rennen zuschicken. Das Aus war somit besiegelt und der erste Sieg der Saison somit zunichte.
Teamchef Mike Lenzen: „Ich bin schon leicht frustriert nach dem es so gut gelaufen ist. Ich lasse mich dennoch nicht endmutigen. Stefan Jäger lernt das Auto immer besser kennen während Michael Bohrer mit der Schnellsten Rennrunde, der Poleposition und einigen Führungsrunden gezeigt das wir sehr schnell sind und um den Sieg mit kämpfen können. Das mit dem hohen Gewicht ist natürlich für uns Neuland und wird uns noch einiges abverlangen. Doch wir greifen beim nächsten Lauf wieder voll an.“












