Die Piloten Dirk Riebensahm und Axel Linther vom Team Mintgen Motorsport setzten im ersten Lauf um den New Renault Clio Cup innerhalb der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft die Bestmarke. Rund 210 Fahrzeuge starteten am Samstag zum ersten von zehn VLN-Rennen über die Nordschleife des Nürburgrings – und gaben einen ersten Vorgeschmack auf eine spannende Saison.
„Das Auto fährt wie auf Schienen, einfach toll“, schwärmte Renault-Clio-Pilot Dirk Riebensahm vom Team Mintgen Motorsport. Die intensive Vorbereitung des neuen Cup-Clios mit Michael Mintgen und seiner Mannschaft hatte sich ausgezahlt: Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Axel Linther sicherte sich Riebensahm im Auftaktlauf der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft auf der Nordschleife den ersten Platz in der Renault-Clio-Wertung innerhalb der VLN-Klasse SP3. Mehr als zehn Renault-Cup-Clios mischten in dieser Klasse eindrucksvoll mit. Große Anerkennung erntete die Renault-MotorSport-Beteiligung auch von Seiten der Mitbewerber und Hersteller. „Es ist sensationell, wie groß der Zuspruch auf die Teilnahme des New Renault Clio Cup in der VLN ist“, berichtete Renault-Motorsport-Koordinator Bernd Hütter, der mit dem Brühler Organisationsteam am Nürburgring war.
Im Gesamtklassement des 210 Fahrzeuge zählenden VLN-Laufs beeindruckten die Clio-Fahrer Dirk Riebensahm und Axel Linther denn auch gleich mit einem 36. Platz. „Wir sind zwar innerhalb der Renault-Wertung vorne, um an die Klassenspitze heranzukommen, müssen wir noch arbeiten“, ergänzte Riebensahm ehrgeizig. Der Geschäftsmann aus Andernach hatte sich zu Beginn des Vier-Stunden-Rennens zunächst gegen die beiden Einzelkämpfer Karl Brinker und den Schweizer Mathias Schläppi im New Renault Clio Cup behaupten müssen. Der vom Team Ring Racing betreute Bäcker aus Herne fiel wegen einer defekten Benzinpumpe vorzeitig aus. Die Auswirkungen einer heftigen Grippe wiederum ließen den Schweizer Teamchef Schläppi gegen Mitte des Rennens aufgeben. „Ich konnte einfach nicht mehr“, erklärte der Eidgenosse enttäuscht. Dabei ist die Eifelrennstrecke so ganz nach dem Geschmack des Schweizers. „Die Strecke liegt mir, hier war ich in der Vergangenheit oft erfolgreich unterwegs“, erzählte Schläppi.
Pech hatte auch Robert Lünsmann: Er überschlug sich in der ersten Runde des Rennens gleich mehrfach im Streckenabschnitt Schwalbenschwanz, überstand den Crash jedoch unverletzt. „Beim Anbremsen ging das Auto quer, weg war ich“, erzählte Lünsmann, der sich dabei an einen spektakulären Überschlag erinnerte – vor 25 Jahren, ebenfalls auf der Nordschleife. Sein Clio, der bereits mit seinem Teamkollegen am Steuer bei den vergangenen Einstellfahrten einen heftigen Crash überstanden hatte, beendete den Unfall als Totalschaden.
Währenddessen konnten Riebensahm und Linther den Abstand an der Spitze der Renault-Clio-Wertung kontinuierlich ausbauen. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Auto, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir erst wenige Tage vor dem Start mit dem Aufbau fertig wurden“, erklärte Teamchef Michael Mintgen. Zudem kennt der Andernacher Riebensahm die „Grüne Hölle“ des Nürburgrings wie seine Westentasche.
Begeisterte Fans der Nordschleife sind auch die Brüder Christian und Stefan Benz, Betreiber eines Renault-Handels und -Werkstatt aus Hockenheim. „Leider haben wir nicht so eine wunderbare Strecke vor der Haustür“, frotzelte Stefan Benz. „Hauptsache wir kommen an“, lautete die Devise der rennsportbegeisterten Brüder – mit Erfolg. Sie beendeten den Auftaktlauf mit Rang zwei in der Wertung des New Renault Clio Cup und mit Rang 57 im Rennen. Als dritter Clio innerhalb der SP3-Wertung rollte das Fahrzeug von Alexander Starke und Robert Lommel (72. Platz im Rennen) über den Zielstrich. Sie werden von dem erfahrenen Team Schlaug-Motorsport betreut. Auf Platz vier fuhren die Clio-Piloten Karl Raab und Sebastian Lhomer (Gesamt Platz 85) vom Team Steibel-Motorsport, auf Platz fünf kam das Trio Armin Eckl, Hannes Nickl und Joachim Seeber (im Rennen Platz 96). Sechster der Clioteams wurden die Italiener Paolo Previati und Giuseppe Tobia (Rennen 104. Platz), auf Position sieben rollten Marc Hurler und Felix Schmitt (Rennen 106. Platz) mit dem Team Sesterheim. Den achten Platz belegten die Schweizer Claude-Alain Besse und Sandra Jaquillard (Rennen Rang 115), betreut vom Rennstall Ring Racing. „Es ist einfach wunderbar hier“, schwärmte Sandra Jaquillar begeistert, nachdem sie die ersten Runden über die Eifelrennstrecke gedreht hatte. „Aber diese Strecke muss man kennen.“
Das nächste Rennen steht am 26. April im Zeitplan der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. Start ist um 12 Uhr.












