Wenn im kommenden Monat der Startschuss für die 32. Saison der BFGoodrich Langstrecken-Meisterschaft am Nürburgring fällt, werden insgesamt sieben Porsche des Typs 911 unter der Teamleitung von Olaf Manthey ins Renngeschehen eingreifen. Damit setzt das gegenüber der Döttinger Höhe beheimatete Team genauso viele Fahrzeuge ein, wie in der Vorjahressaison, in der man sowohl das 6h- als auch das 24h-Rennen gewinnen konnte. Parallel dazu werden wie schon in den beiden Vorjahren auch die Einsätze des UPS-Porsche Junior Teams im Carrera Cup und sechs Gaststarts im Super Cup mit jeweils zwei Fahrzeugen im Auftrag des Werkes betreut.
„Kaum war der letzte Lauf in der 07er Saison absolviert, begannen bereits die Planungen und Vorbereitungen für 2008“, stellt Teamchef Olaf Manthey fest und verweist auf alleine 28 Personen, die dafür sorgen, dass die Abläufe in der Langstreckenmeisterschaft nicht nur reibungslos, sondern möglichst auch erfolgreich verlaufen. „Die Boxen 25 und 26 werden wie gewohnt die Heimat unseres Teams während der zehn Veranstaltungen sein – da muss dann alles wie am Schnürchen laufen, damit unsere Neunelfer in der neuen Saison den hohen Ansprüchen genügen und so erfolgreich die Nordschleife umrunden, wie sie es schon in den Jahren zuvor getan haben.“ Stolz ist der zweifache 24h-Gewinner darauf, dass ihm so viele Kunden die Treue halten: „Bei allen sieben Kundenfahrzeugen handelt es sich um Stammkunden. Uns erreichen immer wieder Anfragen aus ganz Europa – unsere Rennsporterfolge auf Porsche haben sich ganz offensichtlich auch bis in ganz entfernte Ecken herumgesprochen.“
Motorsportliche Speerspitze des diesjährigen MR-Engagements wird abermals der 997 GT3 RSR sein. Stammfahrer auf RSR ist Marcel Tiemann, dem abwechselnd Timo Bernhard, Marc Lieb und Roman Dumas zur Seite stehen. Arno Klasen wird nach dem 24h-Rennen für die letzten 6 Rennen ebenfalls im liebevoll „Dicken“ genannten Topauto Platz nehmen. Beim Saisonstart wird der 3,8-Liter-Werksmotor zum Einsatz kommen.
Ins Volant des 24h-Siegerwagens von 2006 greifen nach einem Besitzerwechsel zu Beginn des Vorjahres wieder der Aachener Unternehmer Christian Haarmann, Nordschleifenfuchs Armin Hahne und je nach zeitlicher Verfügbarkeit auch Wilhelm D. Kern. Der „alte“ 996er glänzte 2007 in neuer weiß-blauer Lackierung mit Top3-tauglichen Zeiten, insbesondere, wenn Routinier Hahne das Volant in Händen hielt. Eine deutliche Steigerung der Rundenzeiten war bis zum letzten Saisonfinale auch bei Haarmann zu verzeichnen, der als Novize mit dem Wide-Body-Porsche in der Langstreckenmeisterschaft an den Start ging. „Vor allem weniger Pech, ist es, was ich Armin und mir in der neuen Saison wünsche, denn Spaß hat es allemal gemacht“, resümiert Haarmann.
Bert Lambrecht, Jean-Francois Hemroulle und zeitweise Lance David Arnold pilotieren den dritten von MR eingesetzten 911er in der Klasse der „Special 7“, allerdings nur bis einschließlich dem 6h-Rennen. Danach plant der vielbeschäftigte Geschäftsmann aus Antwerpen den Rückzug aus dem Renngeschehen, auch auf Anraten seines Arztes nach der letztjährigen Bandscheiben-OP.
Die SP7-Flotte vervollständigt des weiteren der bekannte „Wochenspiegel“-Porsche von Georg Weiss und Michael Jacobs sowie Peter Paul Pietsch und zeitweise Dieter Schornstein. „Wir gehen mit unserem Wagen jetzt in die 2te Saison zusammen mit Manthey-Racing und freuen uns darauf, die gute Zusammenarbeit fortzusetzen“, konstatiert Weiß. Dem drehmomentstarken 4-Liter-Motor von Manthey kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. „Wir haben den Motor 2007 bei einigen Rennen eingesetzt und ausgetestet. Ich war von der Performance sehr angetan, und so haben wir entschieden, die gesamte 08er Saison auf dieses Aggregat zu setzen.“
Wolfgang Kohler und Christian Menzel machen das bisherige SP7-Quartett heuer zum Quintett. Zudem haben sich beide Piloten darauf verständigt, die 08er Saison zu zweit anzugehen. „Christian fährt dieses Jahr Cup-Rennen in Asien und wird acht Läufe zusammen mit mir auf der Nordschleife bestreiten können“, erläutert Fahrzeugeigner Kohler. „Wer Christian bei den zwei ausbleibenden Rennen ersetzt, kann ich noch nicht sagen.“
Auch in der traditionell sehr stark besetzten sogenannten Cup-Klasse sind die in Meuspath vorbereitete Porsche wieder präsent. Unter der Führung von Gary Williams gehen abwechselnd Daniel Cooke und Julian Perry an den Start. Da der Briten-Porsche auch beim 24h-Rennen an den Start geht, wird ein vierter Fahrer bis Mai noch ausgewählt. Das zweite reine Cup-Fahrzeug pilotieren Frank Kräling und Marc Gindorf, die sich beim einen oder andere Rennen durch Peter Scharmach verstärken. Der orangefarbene 997 zählte im letzten Jahr regelmäßig zu den Schnellsten in der Klasse 4B, hatten jedoch drei Mal just kurz vor Rennende Pech mit technischen Defekt und Unfall auf aussichtsreicher Position liegend.












