„Land Motorsport ist das beste Team in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Die Chance, hier zu fahren, musste ich einfach nutzen!“ Johannes Stuck, ältester Sohn der Motorsportlegende Hans-Joachim Stuck, wechselt in der Saison 2008 vom Schubert-BMW Z 4 ins Cockpit des Porsche GT3 RSR von Wolfgang Land. Nicht nur der 21-jährige Student ist neu im Niederdreisbacher Team. Seit Freitag steht auch das neue Sportgerät für Stammfahrer Marc Basseng (Leutenbach) und Stuck in der Halle in Niederdreisbach. Nach intensiver Einweisung in der Porsche-Rennsportabteilung in Weissach hat Cheftechniker Christian Land den noch in jungfräulichem Weiß ausgelieferten und laut Werksangaben „stärksten Renn-Elfer“ des Hauses Porsche abgeholt.
Kaum war der 465 PS starke Rennwagen aus dem Transporter gerollt, da rückten die Mechaniker ihm schon mit Schlagschrauber und Schraubendreher zu Leibe. Muss er doch bis zu den ersten Testrunden Mitte März auf die Feinheiten der Nordschleife abgestimmt werden. Deutlichstes Erkennungszeichen des Jahrgangs 2008 ist die aerodynamisch stark verbesserte Frontpartie. Die meisten Innovationen stecken jedoch unter der gewichtsoptimierten Karosserie.
Am Samstag gewährte Teamchef Wolfgang Land langjährigen Weggefährten und Technikpartnern seines Teams einen ersten Blick auf den nagelneuen Rennwagen. Designer, Lackierer sowie Dirk Spohr (Leiter Technik Motorsport) und Alfred Preukschat (Geschäftsführer) des Hauptsponsors Bilstein stimmten unter anderem das neue Outfit des Langstreckenboliden ab, der in der Grünen Hölle den Fans wieder in der attraktiven blau-gelben Lackierung der Fahrwerksspezialisten aus Ennepetal präsentiert werden soll.
Marc Basseng, mit fünf Laufsiegen (insgesamt stand er schon 16-mal ganz oben auf dem Siegerpodest eines VLN-Laufes) von den Fans zum Nürburgring-Fahrer des Jahres 2007 gekürt, sieht einer spannenden Saison entgegen: „Bis zum 24-Stunden-Rennen werden wir das neue Auto sicher fertig entwickelt haben. In der Klasse SP7 dürften die Porsche GT3 RSR auch in diesem Jahr gesamtsiegfähig sein. Ich glaube aber angesichts der zunehmend stärker werdenden Konkurrenz nicht, dass wir wie im Vorjahr schon nach dem ersten Stint eine Minute Vorsprung herausfahren können.“
Sein neuer Teamkollege ist für Johannes Stuck die wichtigste Messlatte: „Ich möchte so schnell wie möglich an Marcs Zeiten anknüpfen und viel lernen.“ Der 21-Jährige mit Wohnsitz Mauren/Liechtenstein präsentierte sich bei seinem Besuch in Niederdreisbach als sympathischer Team-Neuzugang. Am Donnerstag steht der erste Test in Hockenheim auf dem Programm. Porsche-Erfahrung hat der BWL-Student im Vorjahr bei zwei Rennen in Silverstone und Sao Paulo gesammelt. Sein Ziel: „Ich möchte mit Marc möglichst viele Siege herausfahren. Und einmal auf der Ehrentafel des Nürburgrings als Gesamtsieger der 24-Stunden-Rennens meinen Namen wieder finden. Denn dort haben sich ja schon mein Opa Hans und mein Vater verewigt!“
Ziele, gegen deren Verwirklichung auch Teamchef Wolfgang Land nichts einzuwenden hat: „Ich denke, dass wir gut gerüstet in die neue Saison gehen und an unsere Erfolge aus den letzten drei Jahren als bestes Porsche-Team nahtlos anknüpfen können.“












