Bonnfinanz Motorsport steigt 2008 auf Porsche um

Der Abschied fällt ein wenig schwer, der charakteristisch in blau/weißen Firmenfarben lackierte Bonnfinanz-BMW M3 E46 aus der Klasse SP5 ist Vergangenheit. Er brachte dem Team viele Siege und reichlich Erfahrungen in den großen Special-Klassen ein. Die drei Piloten Oliver Rövenich (Merzenich), Thomas Brügmann (Altenahr) und Michael Bonk (Münster) ließen oftmals stärkere Sportwagen hinter sich zurück und erkämpften sich mit dem 380 PS starken Coupé allerhand Respekt auf der Rennstrecke. Doch im Rennsport zählt nicht das ewig gestrige, sondern der Blick nach vorn.

Diese Saison setzt das Rennteam erstmals auf einen Porsche 997 GT3 Cup, den die drei Piloten Oliver Rövenich, Thomas Brügmann und neu Mario Merten (Nürburg) in der Porsche Cup-Klasse der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft und dem ADAC 24h-Rennen einsetzen werden. Der 997 GT3 Cup auf Basis des aktuellen 911 ist mit 400 PS und einem Leistungsgewicht von 2,85 kg pro PS der stärkste und leistungsfähigste Rennwagen in der Geschichte der Porsche-Cup-Serien. Technische Betreuung erhält das Zuffenhausener Qualitätsprodukt auch weiterhin von Bonk Motorsport aus Münster. Erste Erfahrungen mit der Marke Porsche, erlang Bonnfinanz Motorsport beim letztjährigen ADAC 24h-Rennen auf einem Porsche 996 GT3, mit dem man spektakulär Rang zwei in der Klasse SP6 erringen konnte und im Gesamtergebnis Rang 11 belegte.

Dieter Rövenich zum neuen Sportgerät. „Manchmal ist es schon verrückt wie schnell wir im Motorsport groß geworden sind. Wenn man bedenkt, dass wir im Jahr 2000 erstmals vier Räder und ein Lenkrad um die Kurven bewegt haben und acht Jahre später in der Langstrecke im Porsche sitzen, ist das fast unglaublich.“ Zwischen 2000 und 2003 machte das Rennteam die ersten Schritte im Kart, ab 2003 folgten sporadische Rennen auf einem 120 PS starken Suzuki in der VLN. 2004 der Schritt zum drei Mal so starken BMW M3 E36 und 2006 in die Special-Klasse SP5 im 380 PS starken M3 E46. In der neuen Porsche Cup-Klasse erwartet das Team nicht nur harte Konkurrenz, sondern auch erfahrene Porsche-Haudegen.

Doch Teamchef Dieter Rövenich lässt sich nicht verrückt machen: „Wir haben keinen Druck, sondern wollen uns erstmal auf den neuen Porsche einschießen, wir können dann später noch sehen, wo wir in der Klasse stehen.“ Ein bisschen Wehmut kommt aber dennoch auf: „Ich habe meine ersten Motorsportschritte bei Erwin Kremer, vom Kölner Porsche-Rennstall Kremer Racing, gemacht, ich empfinde es sehr als schade, dass er unseren Weg jetzt nicht mehr mitverfolgen kann.“

Die ersten Testfahrten werden die Piloten am 15. März absolvieren, das erste Rennen steht am 29. März auf dem Terminkalender.