Mühlner Motorsport wieder erfolgreich

Der zehnte und letzte Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft 2007 auf dem Nürburgring endete für das in Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport Team mit einem weiteren Podiumsplatz und dem Sieg in der VLN Jahreswertung für Porsche 997 Cup Fahrzeuge (Cup 4B) durch Jochen Krumbach und Heinz-Josef Bermes.

Zum traditionellen Schinkenrennen des MSC Münster über 4 Stunden brachte das Mühlner Team wiederum drei Porsche 911 GT3 an den Start. Der Moskovskaya Porsche mit dem blauen Design (Startnummer 695) wurde von Jonathan Baker (GB) und den beiden Carrera Cup Fahrern Florian Scholze (Leipzig) und Philipp Wlazik (Gladbeck) gefahren. Im Krimskoye Porsche (#696) mit dem roten Design wechselten sich die Stammfahrer Jochen Krumbach (Eschweiler) und Heinz-Josef Bermes (Willich) am Steuer ab. Wilfried Schmitz (Setterich) und Marcel Engels (Willich) fuhren auf dem Porsche mit der Startnummer 697 zusammen mit einem weiteren Umsteiger aus dem Honda Lager: Florian Fricke aus Nienstädt.

Trotz harter Konkurrenz von Porsche Werksfahrern und den Topfahrern aus dem Porsche Supercup belegten Marcel Engels und Jochen Krumbach mit fast identischen Rundenzeiten im Qualifying die zweite Startreihe. Einzig der Moskovskaya Porsche konnte sich nach einem Unfall von Florian Scholze nicht im Vorderfeld der Klasse platzieren. Die Mechaniker des Mühlner Teams hatten alle Hände voll zu tun, um den verunfallten Porsche wieder zu reparieren. Aber sie schafften es und alle drei Porsche konnten pünktlich in die Startaufstellung fahren und das Rennen aufnehmen.

Bei seinem Vormarsch vom Ende des Feldes, drehte sich Baker in der 3. Runde und kam an die Box um frische Reifen auszufassen. Durch diesen frühen Stopp fiel die 695 auf den letzten Rang der Klasse. Engels, der schnellste der Mühlner Piloten aus dem Qualifying kam als Dritter der Klasse zum planmäßigen Boxenstopp und übergab an Schmitz für den Mittelturn. Als Nächster kam Krumbach, der wegen seiner Benzinsparenden Fahrweise eine Runde länger als der vor im liegende Porsche fuhr und dadurch die Führung übernommen hatte. Bermes übernahm und ging für weitere neun Runden auf die Strecke. Baker kam dann als nächster zum Fahrerwechsel und Wlazik blies zur Attacke. Von Runde zu Runde steigerte er sich und fuhr wieder auf Rang 4 vor.

Nach der 17. bzw. 18. Rennrunde kamen die drei Mühlner Porsche dann zum letzten Fahrerwechsel im 3 Minuten Rhythmus an die Box und wurden flink betankt. Scholze (695), Krumbach (696) und Fricke (697) fuhren den Schlussturn. Einen sicheren 3. Platz verlor Scholze, als er sich in seiner zweiten Runde über das Fahrverhalten des Porsche auf dem GP Kurs wunderte und vermutete, es könne etwas mit den Reifen nicht stimmen. Statt auf die Nordschleife abzubiegen, kam er an die Box um vorsichtshalber frische Reifen auszufassen. Dadurch verlor er mehr als vier Minuten und wurde schließlich als Fünfter abgewinkt. Fricke nutzte vereinbarungsgemäß seinen Turn, um sich ans Auto zu gewöhnen. Das machte er in seinem Debütrennen auf einen Porsche ganz hervorragend und sah als sehr guter Vierter die Zielflagge. Krumbach setzte mit einer schnellen Runde nach der anderen den vor ihm fahrenden Porsche Werksfahrer unter Druck und konnte den Rückstand von über 5 auf knapp über 2 Minuten verringern. Der zweite Rang reichte, um ihn mit 65,8 Punkten zum Sieger der Cup Klasse 2007 zu machen. Partner Bermes, der das erste Rennen nicht gefahren war, folgt mit 61,88 Punkten vor dem Drittplazierten aus einem anderen Rennstall mit 57,49 Punkten.

„Wir können mit unserer Saison Bilanz in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft sehr zufrieden sein. In den zehn Rennen sind wir kein einziges Mal wegen eines technischen Problems ausgefallen. 3 Rennen haben wir gewonnen, und außer einmal, sind wir bei jedem Rennen, das wir gefahren haben, immer auf einem Podestplatz angekommen. Und last but not least: Jochen und Juppy haben die Jahreswertung der Porsche Cup Klasse gewonnen. Das alles kann sich sehen lassen. Dass unsere „Novizen“ Wilfried Schmitz, Marcel Engels und jetzt auch Florian Fricke sich so schnell auf den Porsche eingeschossen haben, ist toll. Sowohl die Trainingszeit von Marcel, als auch der vierte Platz generell, für den die Drei auf der Siegerehrung ihren ersten „Porsche Pokal“ bekommen haben, ist ein tolles Ergebnis. Für Jonathan, Phillip und Florian hätte heute ein besseres Resultat raus springen können, aber die Umstellung vom 911er in Cup Ausführung auf die Langstreckenvariante ist nicht so einfach. Die Rundenzeiten von Philipp und Florian wurden immer schneller. Wenn sie bei ihrem nächsten Auftritt auf der Nordschleife da anfangen, wo sie heute aufgehört haben, fahren sie um den Sieg in der hart umkämpften Klasse mit, “ fasst Bernhard Mühlner das Rennen und die Saison zusammen.