Neun Teams starteten beim Finale des Honda Civic Cups im Rahmen der BFGoodrich Langstrecken-meisterschaft. Im Titelkampf setzte sich das Team mit der besten Ausgangsposition durch. Berthold Bermel/Bernd Schneider/Harald Proczyk (Krefeld/Hagen/St. Margarethen) sicherten Mathol-Racing mit Platz drei den Titel im Honda Civic Cup. Jürgen Nett/Rolf Schütz (Mayen/Andernach) holten beim 32. DMV-Münsterlandpokal Saisonsieg vier, mussten sich aber mit der Vize-Meisterschaft begnügen.
Das Wetter beim letzten Rennen in der Eifel bot beste Voraussetzungen für schnelle Rundenzeiten. Die Strecke war trocken und die Außentemperatur kalt. Im Training gab es eine wahre Leistungsexplosion. Gleich vier Teams blieben unter der 10-Minuten-Marke: Oliver Lembeck/Wolfgang Weber (Buch-loe/Vilshofen), 9.53,733 Minuten; Bermel/Schneider/Proczyk, 9.54,549 Minuten; Nett/Schütz, 9.56,061 Minuten; Christoph Dupré/Claus Dupré (Schiffweiler), 9.59,603 Minuten.
Die Ausgangslage für das Rennen war klar. Bermel/Schneider/Proczyk und die fast punktgleichen Du-pré/Dupré mussten vor der jeweils anderen Mannschaft ins Ziel kommen, ohne dabei das ebenfalls noch chancenreiche Team Nett/Schütz zu weit davon ziehen zu lassen. Während Nett/Schütz sofort nach dem Start das Kommando übernahmen, beäugten sich dahinter die Konkurrenten. Nachdem Vater und Sohn Dupré bei einem Tankstopp wertvolle Zeit verloren, begnügten sich Bermel/Schneider/Proczyk damit, Rang drei nach Hause zu fahren. Am Ende siegten Nett/Schütz mit zehn Sekunden Vorsprung und holten sich den vierten Saisonsieg. Sie waren damit das erfolgreichste Team im Honda Civic Cup. Nett: „Wir haben das Einzige getan, was wir tun konnten, wir haben gewonnen. Leider hat es nicht ge-reicht.“ Das Team fuhr zudem mit 9.54,814 Minuten die schnellste Civic-Rennrunde der Saison. Platz zwei ging an das Team Lembeck/Weber, die noch auf Rang vier in der Cupwertung vorrückten. Ber-mel/Schneider/Proczyk belegten Platz drei, direkt vor Dupré/Dupré, und bescherten damit Mathol-Racing (im Honda Civic Cup gehen die Punkte an das Auto) den Titel. Da Bermel mit 58,17 Punkten zugleich auch der beste Fahrer war, hätte es aber auch bei einer reinen Fahrerwertung, so wie es für die nächste Saison angedacht ist, gereicht. Bermel: „Wir sind heute rein taktisch gefahren. Ich habe ja schon einiges gewonnen, doch der letzte Erfolg ist mir immer der liebste.“
Auf Rang fünf fuhren Michael Ecker/Kim Berwanger/Uwe Unteroberdörster (Hauptstuhl/Brücken/Loh-mar). Unteroberdörster: „Der Wagen läuft einfach nicht optimal, wir konnten nur auf unsere Konstanz bauen.“ Auf Platz sechs folgte das VLN-Honda Junior-Team. Nicole Müllenmeister/Marc-Uwe von Nie-sewand/Daniel Ortmann (Wermelskirchen/Lohmar/Kirchen) verloren beim ersten Boxenstopp viel Zeit, als es Probleme mit dem Sicherheitsgurt gab. Auch Werner Uetrecht/Florian Fricke/Harald Thönnes (Stemwede/Nienstädt/Mülheim-Kärlich) blieben mit Rang sieben hinter den eigenen Erwartungen zurück. Uetrecht: „Wir konnten machen, was wir wollen, wir waren einfach zu langsam.“ Daniela Schmid/Anja Wassertheurer (Imst/Stuttgart) zeigten ein solides Rennen, das sie auf Platz acht beendeten.
Frank Kuhlmann/Hans Keutmann/Mark Giesbrecht (Bramsche/Nideggen/Ganderkesee), die noch gerin-ge Titelhoffnungen hatten, erlebten einen rabenschwarzen Tag. Zunächst verzeichnete Kuhlmann einen kapitalen Abflug im Training. Im Rennen kam der Civic dann nur wenige Kilometer weit. Startfahrer Giesbrecht: „Ich bin einfach abgeschossen worden.“ Die erste Saison des Honda Civic Cups mit dem neuen Type R brachte abwechslungsreiche Rennen und einen spannenden Saisonverlauf. Das Konzept der Seriennähe sorgte für ein ausgeglichenes Starterfeld und hohe Zuverlässigkeit der Fahrzeuge.












