Ungleicher Bruderzwist beim vorletzten Rennen

100 PS Leistungsdifferenz sind auch meist mit beherzter Fahrweise und optimaler Teamstrategie nicht wett zu machen. So geschehen beim vorletzten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring für Captain Racing.

Die beiden Porsche-Piloten Jörg Otto (Grevenbroich) und Daniel Bauer (Filderstadt) gaben beim vorletzten Rennen auf dem Nürburgring noch mal alles, um den Sieg vom letzten Rennen wiederholen zu können. Bereits im Zeittraining mussten sich die beiden Cup-Piloten hinter dem Porsche 996 RS von Weiner/Althoff einreihen. Vier Sekunden fehlten dem 380 PS starken 996 Cup-Porsche zum rund 100 PS stärkeren 996 RS.

Den Start bewältigte zur Abwechslung mal nicht Jörg Otto, sondern sein Co Daniel Bauer, dem gleich zu Anfang die schnellste Rennrunde gelang. Mit 8:56.574 Min lag der Porsche von Kilian Tuning (Neuss) dabei gerade mal nur noch zwei Sekunden hinter der schnellsten Zeit des Führenden. Einen Schreckmoment musste Bauer gleich beim Start erleben, als ein 997er Cup-Porsche vor ihm wie wild quer durch das Feld schleuderte. Glücklicherweise wurde kein Teilnehmer mitgerissen, die Fahrt ging wie gehabt weiter. Jörg Otto lieferte sich später beherzte Kämpfe mit BMW M3 und Porsche 997 und wenn er auch zwischendurch den Führenden überholen konnte, musste man sich letztlich mit Rang zwei geschlagen geben. Dafür gelang dem Team einmal mehr der Einzug in die Top 10. Mit Rang acht ließ man dazu auch noch alle stärkeren Porsche 997 Cup hinter sich.

Teamchef Manfred Kilian begeistert: „Ein super Erfolg für unser Team, heute mussten wir uns dem Porsche RS geschlagen geben, trotzdem haben unsere Piloten und das ganze Team eine tolle Leistung erbracht. Der achte Gesamtrang macht mich besonders stolz, besonders da wir vom 24. Startplatz ins Rennen gingen und mal wieder die Top 10 knacken konnten.“