Nach Unfall keine Chance mehr auf Sieg für Wolf Silvester

Keinen Sieg gab es für den amtierenden Meister Wolf Silvester beim 8. Lauf in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft am vergangenen Samstag (29.09.07) auf der Nordschleife. Nach einem Unfall fiel Teamkollege Mario Merten zurück und man kam auf Platz vier. Zum Schluß fehlten die knapp acht Minuten Anfahrt an die Box und die Reparaturpause zum nächsten Sieg in der Meisterschaft. Zwar konnte das Duo Wolf Silvester (Nürnberg) und Mario Merten (Nürburg) noch knapp vier Minuten aufholen, doch am Ende fehlte nochmals die gleiche Anzahl von Minuten zum Sieg in der Klasse V2.

Dabei fing es wieder hervorragend an. Der von Bonk Motorsport vorbereitete Burg Rabenstein-BMW 318iS ging von Startplatz vier ins Rennen und man war sehr optimistisch für den Rennverlauf. „Wir sind am frühen Morgen jeder eine Runde gefahren und konnten auf Anhieb die zweite Startreihe erreichen. Mehr brauchten wir nicht und haben die Reifen geschont“, erklärte Wolf Silvester.

Und der Nürnberger ging auch am Start ins Rennen und kam nach der 1. Runde als Führender über Start-und-Ziel. Im Laufe seines 12-Runden-Einsatzes lieferte er sich dann noch einen Fight mit Markus Schmickler/Guido Strohe und konnte sich durchsetzen. „Da lief alles fair und korrekt ab. Es hat Spaß gemacht!“

Nicht mehr so viel Spaß machte dann der Einsatz bei Mario Merten. Nach einem schnellen Boxenstopp konnte man zwar die Führung behalten und ging auf die Strecke zu den über 22.000 Zuschauern. Doch dann gab es nach ein paar Runden ein Duell mit einem Mitbewerber. „Er wollte an einer Stelle vorbei, wo aus meiner Sicht überhaupt kein Platz war“, gab später Mario Merten zu Protokoll. „Die Folge war, dass mein rechter Vorderreifen und der Kotflügel in Mitleidenschaft gezogen wurden und ich den Weg an die Boxen antreten musste…!“

Dabei verlor der Nürburger, der unweit der Strecke aufgewachsen ist, die besagten acht Minuten und damit natürlich auch die Führung. Wieder reagierte die Boxencrew von Bonk Motorsport hervorragend und schickte Mario Merten zurück auf den Kurs. Von Platz sieben startete er seine Aufholjagd, die er auf Platz vier beendete. Für eine bessere Platzierung reichte die Zeit leider nicht mehr.

Die Stimmung im Team war natürlich nicht die Beste und Wolf Silvester ärgerte sich über die Aktion: „Es ist schade, wenn ein Fahrer, der mit der Meisterschaft nichts zu tun hat, so in die Platzierung eingreift. Wir hätten heute sicherlich wieder Platz eins erreichen können.“

Bereits in 14 Tagen geht es weiter und dann will das Duo am 13. Oktober 2007 erneut angreifen und seine Chancen auf die Titelverteidigung wahren. „Noch ist alles möglich. Es sind noch zwei Rennen zu fahren und wenn wir diese gewinnen sollten, dann sieht es sehr gut aus“, so abschließend Wolf Silvester.