Krimskoye Porsche 2007 erstmals nicht auf dem Podium

Das im belgischen Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport Team brachte auch beim ADAC-Barbarossapreis-Rennen, dem 8. Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, zwei Porsche an den Start. Allerdings trat dieses Rennen neben dem Krimskoye Porsche (# 696) nicht der aus den vorigen Läufen bekannte 911er mit dem blauen Design (# 695) an, sondern ein neues, für Wilfried Schmitz (Setterich) auf die Belange der Nürburgring Nordschleife umgebautes 2007er Modell aus dem Porsche Supercup mit der Startnummer 697.

Für Wilfried Schmitz, jahrelang erfolgreich auf dem Nürburgring mit diversen Frontrieblern unterwegs, und seinen ursprünglich aus dem Formelsport stammenden Teamkollegen Marcel Engels (Willich-Anrath) war es die erste Begegnung mit einem Porsche bei einem Rennen und daher stand das Kennen lernen des Fahrzeuges und das Ausloten des Grenzbereiches im Vordergrund.

Ihr Porsche Debüt meisterten die beiden mit Bravour und brachten das Fahrzeug auf P7 der hart umkämpften Cup Klasse heil ins Ziel. „Für unseren ersten Einsatz bin ich sehr zufrieden“, sagte Schmitz nach dem Rennen. „Ich habe mich zwar gleich am Anfang meines Turns zweimal gedreht und dann hat es etwas gedauert, bis ich wieder das nötige Vertrauen gefunden habe, aber dann habe ich mich kontinuierlich gesteigert.“

Auch Engels, der den Start- und den Schlussturn fuhr, war zufrieden: „Für den ersten Einsatz kann ich mit meinen Rundenzeiten gut leben, Wilfried und ich haben aber noch viel Potential. Wir sehen den Rest der 2007er Saison als Lehrzeit und sind noch auf der Suche nach einem dritten Fahrer, der zu uns passt, so dass 2008 dann mit uns zu rechnen sein wird.“

Auf dem Krimskoye Porsche fuhr neben den Stammfahrern Jochen Krumbach (Eschweiler) und Heinz-Josef Bermes (Willich) der Brite Jonathan Baker. Krumbach fuhr den Start und kam durch konstant schnelle Rundenzeiten und die richtige Strategie einmal mehr als Führender der Klasse zum ersten Tankstopp. Baker übernahm für den Mittelturn und übergab nach 9 Runden an Bermes, der den Schlussturn fuhr. Erstmalig in der Saison 2007 kam der Krimskoye Porsche nicht auf einem Podiumsplatz ins Ziel, sondern sah als Sechster die schwarz-weiß-karierte Zielflagge.

„Wir waren nach dem starken ersten Turn von Jochen mit dem Krimskoye Porsche heute einfach nicht mehr schnell genug unterwegs. Aber beide Fahrzeuge sind ohne technische Probleme und ohne außerplanmäßige Boxenstopps über die Distanz gekommen. Unsere Mechaniker haben die Fahrzeuge zuverlässig vorbereitet und die Fahrer haben keine Unfälle gehabt. Insofern war es ein gutes Rennen. Mit Wilfried und Marcel haben wir zwei weitere Stammfahrer gewinnen können, die auf unsere Leistung vertrauen. Das freut uns sehr, “ resümiert Bernhard Mühlner und gewährt einen Ausblick auf die kommenden Rennen: „Wir hoffen für die beiden noch anstehenden Rennen alle drei Fahrzeuge an den Start bringen zu können. Damit Jochen die Führung in der inoffiziellen Klassenwertung der Deutschen Langstreckenmeisterschaft verteidigen kann, müssen wir noch zweimal voll punkten.“