Seat Langstrecken Challenge entschieden

Andre Picker (Minden) und Steffen Faas (Bad Wildbach) haben sich mit dem Klassensieg beim 39. ADAC Barbarossapreis, dem achten Wertungslauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft, auch den Sieg in der Seat Leon Langstrecken Challenge gesichert. Zwei Rennen vor dem Ende der Meisterschaft liegt das Duo nun uneinholbar an der Spitze. Dabei sah es morgens beim Qualifying noch nicht nach einem Sieg aus. Nach einer ersten lockeren Runde musste Andre Picker seinen Leon abstellen.

\“Ein Rad war lose. Ich wollte das Auto auch nicht beschädigen und bin ganz langsam in die Box gerollt\“, erklärte Picker, der aber wusste, dass ein Zeittraining bei einem 4-Stunden-Rennen nicht unbedingt ausschlaggebend ist. Im Rennen holte sich das Duo dann auch schnell die Führung und gab diese souverän bis zum Ende nicht mehr ab. Dahinter belegten Bora Bölck und Carsten Struwe Platz zwei vor dem Trio Jürgen Stüwe, Thomas Glodde und Wolfgang Lemmens, die in der Meisterschaft damit den zweiten Rang erobern konnten.

Freude also beim Team Pro-Sport, das mit Picker/Faas und Bölck/Struwe einen Doppelsieg feierte. Aber das Wochenende war für Teamchef Christoph Esser nicht nur erfolgreich. Zwei der vier eingesetzten Autos sahen die Zielflagge nicht. Für Stefan Michels, Thomas Koll und Joschi Kocsis war der Lauf in der siebten Runde am Streckenabschnitt Flugplatz beendet, Hagen Schwarze und Mike Jäger verabschiedeten sich nach drei Stunden in der Nähe der Breitscheider Brücke.

Ganz neu in der Langstrecken Challenge am Start war der AC-Inzell mit einem \“Generationenteam\“. Mit Sepp Reiter – 65 Jahre – saß der älteste Seat-Pilot gemeinsam am Steuer mit einem der Jüngsten. Georg Niederberger ist grade einmal 21 Jahre jung. Mittendrin der 39-jährige Michael Croce. Das Team reihte sich nach einer ordentlichen Leistung auf dem vierten Platz ein.

Stimmen zum Rennen:
Andre Picker: \“Nach den beiden letzten Rennen und den Unfällen bin ich diesmal extra defensiv gefahren.\“

Dennis Busch: \“Ich hatte Pech, weil mir im Bereich Breitscheider Brücke eine Antriebswelle gebrochen ist. Das Team hat zwar den Schaden reparieren können, aber der Rückstand war zu groß.\“