Sieg trotz Schaumparty

Schaum und Schaum ist noch lange nicht das gleiche. Schaumwein (Sekt, Champagner & Co) verspritzen die Teams mit Liebe und am besten davon reichlich. Feuerlöschschaum dagegen steht weniger hoch im Kurs.

Davon aber bekam Bonnfinanz Motorsport am Wochenende nicht genug, als das ungebetete und ziemlich klebrige Nass alles im Fahrzeug überdeckte. Grund für die unfreiwillige Putzaktion kurz vor dem Start, lag an einem versehentlich betätigten Schalter der Feuerlöschanlage. Kaum gedrückt wurde die Servicecrew Zeuge was im Ernstfall Freude auslöst, jetzt aber nur zu ungebetenem Ärger führte. Nichts desto trotz gelang es Startfahrer Michael Bonk (Münster) die Poleposition in der Special-Klasse bis 3,0 Liter Hubraum am Start zu verteidigen. Da der Schaum aber in der Kürze der Zeit noch lange nicht aus allen Ritzen entfernt werden konnte, musste Bonk in den ersten Runden die penetranten Ausdünstungen des chemischen Feuerkillers ertragen, bevor er nach nur fünf Runden kurz entschlossen den Blinker in Richtung Box setzte.

Als zweiter Pilot übernahm Oliver Rövenich (Merzenich) das Steuer und knallte im Laufe seines Turns auch gleich die schnellste Zeit in den heißen Asphalt des 6h-Rennens. Gegenüber dem direkten Verfolger, dem BMW M3 des MSC Ruhr Blitz, behaupte sich Rövenich und arbeitete bis zu fünf Minuten Vorsprung heraus. Bei 210 Fahrzeugen im Rennen, und damit an der Kapazitätsobergrenze, erschien es zwischenzeitlich wie ein Wunder das die Piloten von Bonnfinanz Motorsport ungehindert schnelle Runden absolvieren konnten. Auch Thomas Brügmann (Altenahr) behielt die Nerven und letztlich die Oberhand gegenüber der Konkurrenz. Im Schlussergebnis schlägt das Rennen nicht nur mit dem verdienten Sieg in der Klasse SP5, sondern auch gleich mit dem 16. Gesamtrang zu Buche, noch vor einem Rudel stärkerer Porsche 911 GT3.

Teamchef Dieter Rövenich nach dem Langstrecken-Hightlight der VLN-Saison: „Endlich ein perfektes Rennen, ohne wenn und aber“ und auch Oliver Rövenich ergänzt: „Das war ein prima Tag, bei mir lief alles super, mir ging es einfach richtig gut.“