Unterschiedlich verliefen die Ergebnisse zum 7. Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft für das Oscherslebener Team Schubert Motorsport. Beim Saisonhighlight, dem 6-Stunden-Rennen auf der Nürburgring Nordschleife, konnte man aber einen Dreifach-Sieg feiern.
Das Maß der Dinge war Schubert Motorsport mal wieder in der Klasse SP10 für alternative Treibstoffe. Mit drei BMW 120 Diesel ging man an den Start und nach 38 Runden oder knapp 925 Kilometer war der Triumph perfekt. Das Duo Jörg Viebahn und Stian Sorlie gewannen vor ihren Teamkollegen in den anderen zwei BMW.
Dabei waren der Engelskirchener und der Norweger schon im Zeittraining unheimlich schnell. Mit der Pole Position und Rang 1 der zweiten Startgruppe durch Viebahn zeigte man wieder eine hervorragende Leistung. Im Laufe des Rennens gab es nur einmal kurz ein Problem bei Sorlie: „Auf einmal ging der Motor aus, doch beim Restart sprang er wieder an und ich konnte problemlos weiter fahren..!“ Man kämpfte sich unter den 210 gestarteten Fahrzeugen immens nach vorne und am Ende sprang sogar ein phänomenaler siebter Platz im Gesamtklassement heraus. Jörg Viebahn: „Dies war nicht das, was wir erwarten konnten. Die Leistungsdichte im Feld ist unheimlich hoch. Wenn man bedenkt, dass man schon beim Zeittraining eine 8:30 Minuten fahren muss, um in die Top 10 zu kommen, dann ist das sehr beeindruckend. Wir hatten mit dem Auto wieder einmal kein Problem und die Änderungen mit dem Kühler waren absolut positiv. Wir haben nun mehr Kühlleistung und können viel mehr Windschattenfahren.“
Hinter dem Duo kam das rein norwegische Trio Nils Tronrud, Anders Buchhardt und Stian Sorlie, der seinen Landsleuten aushalf über die 6-Stunden-Distanz. Auch hier gab es keine großen Probleme und mit Platz zwei konnte man vollauf zufrieden sein.
Dritter im Bunde war das Trio mit Julian Lay, Peter Posavac und Teamchef Torsten Schubert. Sie machten den Triumph perfekt und zeigte das enorme Potenzial von Schubert Motorsport.
In der starken Klasse V5 setzte Schubert Motorsport einen BMW 130i mit den Neulingen Tom Moran und Emin Akata. Beide bestritten ihr erstes Rennen und kamen ohne Unfall nach guter Leistung auf Platz zehn ins Ziel. Jürgen Dinstühler wies die Piloten ein und konnte mit dem Ergebnis zufrieden sein.
Ohne Zielankunft blieb leider diesmal der BMW Z4 M Coupé mit dem Fahrertrio Claudia Hürtgen, Hans-Joachim Stuck und Johannes Stuck. Nach der Pole Position durch Claudia Hürtgen in der Klasse SP6 fuhr die Aachenerin den ersten Turn und konnte sich sofort gut in Szene setzen. „…doch dann hörte ich einige Geräusche und dachte zunächst an einen schleichenden Plattfuß.“ Die Geräusche wurden aber immer schlimmer und es zeigte sich, dass es kein Reifenproblem war!
In der 8. Runde fuhr die Schubert-Pilotin im Schritttempo zurück an die Box. „Dort haben wir dann einen Schaden an der Hinterachse festgestellt“, erklärte Teamchef Torsten Schubert. „Genauer können wir noch nicht sagen, woran es lag, das müssen wir erst noch untersuchen.“
Enttäuschung natürlich beim gesamten Team und den Piloten. „Das Zeittraining lief sehr gut und ich denke, wir hätten heute wieder auf das Podest fahren können“, wusste die ehemalige VLN-Meisterin. „Gerade beim 6 Stunden-Rennen wären wir natürlich gerne ins Ziel gekommen. Aber es sollte nicht sein!“
Es war der erste technische Ausfall, den Schubert Motorsport mit dem 420 PS starken BMW Z4 M Coupé beklagen musste. Obwohl man ein komplett neues Auto aufbaute und damit enorm viel Entwicklungsarbeit leistete, lief es bisher wie ein Uhrwerk. „So war es eine Premiere und irgendwann erwischt es einen mal“, erklärte die Tourenwagenpilotin abschließend.












