Volles Haus am Nürburgring. Unglaubliche 210 Fahrzeuge hatten sich zum Saisonhighlight in der Eifel eingefunden. Nur 10 Fahrzeuge weniger, wie im ADAC 24h-Rennen. Keine andere Rennserie mit Touren- und Sportwagen genießt solch einen unvorstellbaren Ansturm. Mitten unter den Massen auch Captain Racing, die es nach fünf Siegen im Porsche 996 GT3 Cup, auch beim 6-Stunden Rennen wieder wissen wollten. Bei zehn Teilnehmern in der Klasse, wahrlich kein leichtes Unterfangen, da sich neben den bekannten „Cup-Porsche“ noch eine Reihe starker RS Boliden aus dem Hause Porsche, sowie ein paar BMW eingefunden hatten. Aber schon im Zeittraining zeigten Jörg Otto (Grevenbroich) und Daniel Bauer (Filderstadt) der Konkurrenz vorzugsweise das Heck und eroberten gekonnt Platz eins.
Von der Poleposition warf sich Jörg Otto als erster in das Getümmel. „Hartes Startgerangel, wir fuhren auf dem GP-Strecke mit bis zu sieben Fahrzeugen nebeneinander“ erläutert Otto später. In der zweiten Runde allerdings führte ein Auffahrunfall zuerst zu verschlechtertem Fahrverhalten und danach zu einem Aufenthalt an der Box. Was war passiert? Der „Schubser“ hatte dafür gesorgt, dass sich der Keilrippenriemen geradezu auflöste, ein Wunder das Otto noch heil die Box ansteuern konnte. Die Mechaniker von Kilian Tuning wechselten den Riemen am kochend heißen Rennmotor und verbrannten sich dabei fast die Hände, um Pilot Nummer 2: Daniel Bauer wieder auf die Strecke zurück zuschicken. Danach ging die Hatz wie entfesselt wieder los. Der Vorteil der Poleposition war zwischenzeitlich auf Rang 179 im Gesamtklassement dahin geschmolzen. Keine Zeit für Animositäten, keine Zeit für Jammerei, die Aufholjagd war das einzige woran das gesamte Team einzig dachte.
Am Ende der sechs Stunden dauernden Hetzfahrt um den Nürburgring, stand mit Rang zwei in der Klasse und Rang 19 im Gesamtklassement ein versöhnliches Ergebnis zu Buche.
Jörg Otto nach dem Rennen: „Der Kampf lohnt sich immer, niemals zu früh aufgeben, man sieht was alles noch geht. Besonderen Dank möchte ich an mein Team und die super Leistung der Mechaniker von Kilian Tuning aussprechen“ und sein Co Daniel Bauer ergänzt: „Wir fuhren allerletzte Rille, eigentlich war jede Runde wie eine aus dem Zeittraining.“
Teamchef Manfred Kilian (Neuss) bedankte sich später besonders bei den beiden Piloten und der Teamorganisation, die es geschafft hatten, den Erfolg nach dem Rückfall in das Bodenlose der Zeitenliste erst wieder möglich zu machen.












