Dramatisches Rennen im Honda Civic Cup

Sonnenschein beim sechsten Lauf des Honda Civic Cups, der im Rahmen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft ausgetragen wird. Es starteten neun Teams und wieder sahen alle neun Fahrzeuge die Zielflagge. Nach einem dramatischen Verlauf, drei Teams kämpften beim 6-Stunden-Rennen bis zur letzten Runde um den Sieg, holten sich Jürgen Nett/Rolf Schütz (Mayen/Andernach) den dritten Sieg. Oliver Lembeck/Berthold Bermel/Wolfgang Weber (Buchloe/Krefeld/Albersdorf) und das VLN-Honda Junior-Team, Nicole Müllenmeister/Marc-Uwe von Niesewand/Daniel Ortmann (Wermelskirchen/Lohmar/Kirchen), mussten sich mit den Ehrenplätzen begnügen.

Im Training ging es wieder äußerst knapp zu. Die Pole holten sich Christoph Dupre/Claus Dupre (Schiffweiler) mit 10.00,606 Minuten. „Wir hatten einen optimalen Windschatten.“ Nett/Schütz folgten mit 10.02,648 Minuten vor Lembeck/Bermel/Weber mit 10.04,413 Minuten.

Das Rennen über sechs Stunden war von der ersten bis zur letzten Minuten spannend. Zunächst entwickelte sich ein packender Dreikampf der Trainingsschnellsten. Dabei wechselte häufig die Führung. Zwischenzeitlich gingen sogar Frank Kuhlmann/Hans Keutmann/Mark Giesbrecht (Bramsche/Nideggen/Ganderkesee) und das VLN-Honda Junior-Team an die Spitze. Nach den letzten Boxenstopps, knapp 50 Minuten vor dem Ende, lagen noch drei Teams dicht beieinander. Zunächst übernahm das Junior-Team das Kommando. Doch kurze Zeit später setzten sich Nett/Schütz sowie Lembeck/Bermel/Weber ab und machten den Sieg unter sich aus. Im Ziel lagen Nett/Schütz 7,3 Sekunden vorn. Nett: „Wir haben heute beim ersten Stopp 30 Sekunden verloren, als unsere Tanksäule von einem Konkurrenten blockiert war. Zum Schluss hatte ich Vorteile, weil ich auf frischen Reifen unterwegs war.“ Aber auch die unterlegenen Lembeck/Bermel/Weber konnten noch lachen. Bermel: „Aufgrund unserer Tankstoppstrategie hatten wir in der letzten Runde fast kein Benzin mehr. So konnten wir nicht mehr angreifen.“ Freude auch beim Junior-Team nach dem Podestplatz. Nicole Müllermeister: „Ich bin im Schlussturn noch mit 10.05,072 Minuten noch meine schnellste Runde in dieser Saison gefahren, trotzdem hat es nicht ganz gereicht.“ Für Kuhlmann/Keutmann/Giesbrecht blieb Platz vier. „Wir sind ein starkes Rennen gefahren, die vor uns Platzierten sind einfach schneller gewesen.“

Der fünfte Rang von Ecker Motorsport mit Michael Ecker/Kim Berwanger/Uwe Unteroberdörster (Hauptstuhl/Brücken/Lohmar) war hart erarbeitet. Nach einem Problem bei der Nennung war das Team erst in letzter Minute als Nachrücker zugelassen worden und musste sich im Starterfeld ganz hinten anstellen. „Es war ein irrer Kampf, um nach vorn zu kommen. Es hat aber Spaß gemacht.“

Die beste Saisonplatzierung schafften Daniela Schmid/Anja Wassertheurer (Imst/Stuttgart) mit Rang sechs. Schmid: „Das Auto lief sehr gut und wir werden auch wir immer besser.“ Nur auf Platz sieben kamen Polesitter Dupre/Dupre ins Ziel. Claus Dupre: „Anfangs lief alles bestens. Doch dann hatten wir Schwierigkeiten mit dem Getriebe. Zum Schluss hatten wir nur noch den dritten, fünften und sechsten Gang.“ Das zweite Team von Mathol Racing, Jan-Francois Stoeckli/Eberhard Schneider/Lothar Diederich (Schweiz/Stuttgart/Bell), belegte Rang acht. Die bisher im Cup führenden Werner Uetrecht/Florian Fricke/Harald Thönnes (Stemwede/Nienstädt/Mülheim-Kärlich) hatten an diesem Tag Pech. Durch ein Problem mit den Bremsen verloren sie viel Zeit, so blieb nur Platz neun.