Kurzer Auftritt im neuen Gewand

Der Auftakt in die zweite Saisonhälfte zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft verlief für Peter Mies Motorsport mit einigen Höhen und Tiefen. Erfreulich für die Fans des Porsche 996 GT3: nach der langen Sommerpause präsentierte sich der Renner jetzt endlich in seinem endgültigen Design. Wegen des engen Terminplans in der ersten Saisonhälfte konnte die neue Farbgebung erst jetzt angebracht werden. Der Dank gilt auch Frederik Breitung, der das neue Aussehen gestaltet hat. Dafür wird der Fan bei einem der nächsten Events als Gast in der Box anwesend sein und zudem als Beifahrer beim freien Training im Auto platznehmen.

Eben dieses freie Training lief am Freitag allerdings so gar nicht nach dem Geschmack von Peter Mies. „Ich habe massive Probleme mit dem Fahrwerk“, sagte der Heiligenhauser. In Kurven wurde der 996er zu einem schwer beherrschbaren Gefährt. Urplötzlich und ohne Vorwarnung brach das Heck des Boliden aus. Also war klar: Nachtschicht für die Mannschaft von „team-rce.com“, die das Auto technisch betreute und die Firma Bilstein, die noch die Dämpfer überprüfte.

Im Qualifying drehte Peter Mies zunächst einige kleine Runden, um endgültige Fahrwerksabstimmungen vorzunehmen. „Jetzt liegt der Wagen wirklich gut. Die ersten Nordschleifenrunden soll aber Thomas erstmal fahren“, sagte er nachdem er ausgestiegen war. Gemeint war der Wuppertaler Thomas Sluis, der mit Peter Mies ins Lenkrad griff. Sluis drehte ein paar schnelle Runden, bevor auch Peter Mies auf die große Runde ging. Er legte die schnellste Zeit des Teams auf den Asphalt, wobei er aber nicht ganz zufrieden war. „Ich denke mal, dass ich noch eine etwas schnellere Zeit hätte fahren können. Doch es gab zwei Gelbstellen, an denen wir fast im Schritttempo vorbei mussten“, meinte Peter Mies, der sich mit dem vierten Rang in der Klasse begnügte. Schließlich standen noch 4 Stunden Rennen auf dem Programm.

Den Start dazu übernahm Thomas Sluis. Drei Runden lang kämpfte er sich nach vorne. „Es hat wirklich Spaß gemacht und der Porsche lag wirklich sehr gut.“ Schnell war das Team um einige Plätze nach vorne geklettert, als es zum jähen Rennende kam. Im Streckenabschnitt „Brünnchen“ war Sluis mit einem direkten Konkurrenten Stoßstange an Stoßstange unterwegs. Davor fuhr eine Gruppe kleinerer Fahrzeuge, die von den Streckenposten die blaue Flagge gezeigt bekamen. Der Konkurrent und Sluis schlüpften durch, doch einer der zu Überrundenden zog zu früh wieder auf die Ideallinie und knallte auf den Reifen der Startnummer zwei. Sofort brach das Heck aus und Sluis schlug mit dem Heck in die Leitplanke ein. „Ich hatte gar keine Chance zu reagieren“, meinte der Pilot geknickt.

Bis zum 6-Stunden-Rennen am 15. September soll der Porsche aber wieder repariert sein