Kollisionen verhinderten Top-Ergebnis

Teamchef Dieter Rövenich ist sauer, zweimal wurde der Bonnfinanz BMW M3 am letzten Wochenende Opfer einer unverschuldeten Kollision. Mit Platz zwei im Zeittraining hatten sich die drei Piloten Oliver Rövenich (Merzenich), Thomas Brügmann (Altenahr) und Michael Bonk (Münster) was anderes für das Rennen vorgestellt. Nur einen Platz vor dem M3 lag der neue BMW 130i von Dörr Motorsport, die im 24h-Rennen mit diesem Fahrzeug bereits für schnelle Zeiten gesorgt hatten.

Aber statt eines interessanten Schlagabtausch auf der Strecke wurde Startfahrer Michael Bonk von einem Porsche GT3 im Bereich Bergwerk abgedrängt und in einen Highspeed-Dreher gezwungen. Reifenspuren auf der Fahrerseite hinter der Tür belegen, dass der Porsche-Pilot hinter dem BMW war und sich in der Kurve hinter dem BMW hätte anstellen müssen. Gegensätzliche Aussagen der beiden Parteien nach dem Rennen führten zu keiner einvernehmlichen Aussprache. „Wir hatten Glück im Unglück das Michael nirgendwo angeschlagen ist, bei einer Geschwindigkeit von 220 km/h hätte das auch ganz anders ausgehen können. Mit vier beschädigten Reifen und langsamer Fahrt zur Box, handelten wir uns eine halbe Runde Rückstand ein“ so Dieter Rövenich später.

Doch der nächste Ärger ließ nicht lange auf sich warten, eine zweite Kollision am Ende der Start/Ziel-Gerade führte nicht nur zu einer losen Frontlippe, sondern auch zu einem weiteren Zwangstop. Als Oliver Rövenich den BMW übernommen hatte, löste sich die erneut fixierte Frontschürze und die Lippe verabschiedete sich endgültig. Trotz leichterer Vorderachse und veränderter Aerodynamik verzeichnete das Datarecording des Teams weiterhin respektable Rundenzeiten. Im Gegensatz zu den beiden anderen Piloten, blieb bei Schlussfahrer Thomas Brügmann alles im Lot. Endrang fünf das magere Ergebnis im sechsten Rennen.

Dieter Rövenich: „Mit dem fünften Platz haben wir noch 3,27 Punkte für die Meisterschaft geholt, nicht viel, aber glücklicherweise haben wir in Punkto Führung der SP5-Klasse nichts verloren.“

Oliver Rövenich: „Mit 9:12,641 Min habe ich heute meine zweit schnellste Zeit gefahren und das obwohl der Wagen infolge der Unfälle nicht mehr optimal ausgerichtet war. Damit liegt meine schnellste Rundenzeit heute nur eine Sekunde über meiner persönlichen Bestzeit, nicht schlecht.“