Tolle Aufholjagd nicht belohnt

Leider gab es beim fünften Lauf der VLN-Saison 2007 für das Team Scheid Motorsport einen kleinen Rückschlag. Nach den sehr erfolgreichen Rennen zuvor, die mit den Gesamtpositionen 4 und 5 endeten, gingen Oliver Kainz und Teamchef Johannes Scheid sehr zuversichtlich in den fünften Saisonlauf. Im Training konnte OIiver Kainz nicht ganz die Zeit einfahren, die eigentlich mit dem FEV-motorisierten BMW M3 GTS machbar ist. \“Ich hatte leider keine freie Runde erwischt, es war viel zu viel Verkehr auf der Strecke\“, ärgerte sich der BMW-Händler aus Mayen. \“Das Auto wäre sicherlich für mehr gut gewesen.\“

So musste Oliver Kainz das Rennen von Startplatz 12 aufnehmen, aber bereits in den ersten Kurven der GP-Strecke konnte er drei Plätze gut machen. \“Der Start war richtig gut, und ich merkte sofort, dass unser Auto heute fantastisch liegt.\“

Doch die gute Ausgangsposition für einen Angriff auf weitere Gegner wurde beim Anbremsen der NGK-Schikane jäh beendet. \“Ich war ganz normal auf meiner Linie unterwegs, als ich plötzlich einen Schlag hinten rechts spürte\“, war Oliver Kainz noch Stunden nach dem Rennen sauer über den Abschuss.

Mit einem Schaden am rechten Hinterrad suchte Oliver Kainz die Boxen auf, und nach einer ausgiebigen Untersuchung der Schäden konnte Oliver Kainz dem Feld mit ca. 6 Minuten hinterjagen.

Beginnend von Platz 61 fuhr Oliver Kainz dann Runde für Runde immer weiter nach vorne, beim Fahrerwechsel in Runde 9 war er bereits wieder auf Platz 10 angekommen. Dabei fuhr er Rundenzeiten, die schneller waren als die der um Platz 4 kämpfenden Gruppe mit dem Getrag-BMW, dem Schuberth-BMW sowie dem Schall-DTM-Opel. \“Und das ist es halt, was mich besonders ärgert. Der Eifelblitz war heute so gut, dass ich in dieser Gruppe hätte mitfahren können\“, ließ Oliver Kainz seinem Ärger freien Lauf. \“Aber es ist gut zu wissen, dass der Eifelblitz endlich wieder zeigt, dass er in dieser Region mitfahren kann.\“

\“Gegen Ende meines Turns wurden aber die Vibrationen hinten rechts, die durch den doch recht harten Aufprall kamen, immer schlimmer, so dass ich den Johannes warnen musste, darauf besonders zu achten.\“
Johannes Scheid bemerkte diese Vibrationen dann auch, und er nahm deutlich Tempo raus, um nichts mehr zu riskieren. \“Ich konnte nachher kaum mehr das Lenkrad halten, so stark war es von hinten rechts am schlagen. Daraufhin bin ich auch eine Runde früher als geplant zum Reifenwechsel rein gekommen. Dem Oliver habe ich dann gesagt, wenn es zu schlimm wird, höre lieber auf.\“

Gesagt, getan, Oliver Kainz fuhr nur noch bis Breidscheid, um den Eifelblitz dort abzustellen. \“Es hatte leider keinen Sinn, bevor ich beim Kampf um Platz 10 einen größeren Schaden riskiere, stelle ich das Auto dann doch lieber ab.\“