Ungewöhnliche Probleme beim 5. Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft verhinderten ein besseres Ergebnis – starken Rundenzeiten stand letztendlich nur ein siebter Platz im Rennen gegenüber – immerhin konnte FH Köln Motorsport eine weitere Zielankunft verbuchen.
Überschattet wurde das Rennen von einem eher ungewöhnlichen Vorfall. Daniel Ortmann, der den Honda Civic Type R nach seinem Doppelturn ins Ziel bringen sollte, musste wenige Minuten vor Rennende unplanmäßig die Box ansteuern, da er körperlich nicht mehr in der Lage war, das Auto zu pilotieren. Anders als zunächst vermutet, war nicht eine verschleppte Grippe die Ursache. „Wir haben herausgefunden, dass irgendwie Benzin in den Innenraum des Civic gelangt ist, vermutlich gab es ein Problem beim Tankvorgang“, erklärt Teammanager Sebastian Zander. „Die infolge der hohen Temperaturen entstandenen Benzindämpfe, die Daniel über fast zwei Stunden inhaliert hat, haben dann dazu geführt, dass er letztendlich die Box ansteuern und zur weiteren Versorgung ins Medical Center eingeliefert werden musste.“
Vom fünften Startplatz hatte das VLN Honda Junior Team mit Startfahrerin Nicole Müllenmeister den fünften Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft in Angriff genommen. Das hohe Tempo an der Spitze konnte zunächst gut mitgegangen werden, ehe der Civic mit Motoraussetzern immer weiter zurückfiel. „Das war möglicherweise ebenfalls schon eine Folge des Problems beim Tankvorgang, bei dem ein Teil des Benzins nicht in den Tank, sondern eben in den Innenraum geflossen ist“, erklärt Teammanager Sebastian Zander. Das Team verlor gut zwei Minuten auf die davoneilende Konkurrenz – die Siegchancen im hartumkämpften Honda Civic Cup waren damit bereits zu diesem frühen Zeitpunkt zunichte gemacht.
Auch Marc-Uwe von Niesewand konnte während seines Turns an dem Rückstand nicht mehr viel ändern, die einzelnen Rundenzeiten ließen aber aufhorchen. So auch Daniel Ortmann, der wenige Minuten vor Rennende unerwartet die Box aufsuchen musste, wodurch Nicole Müllenmeister zu ihrem zweiten Einsatz im Rennen kam – und das äußerst knapp. Acht Minuten bevor die Boxenampel auf Rot schaltete, griff die Wermelskirchenerin wieder in das Rennen ein, womit FH Köln Motorsport wenigstens eine weitere Zielankunft verbuchen konnte.
„Ich hätte keine Sekunde länger fahren können, war heilfroh, dass ich das Auto noch unbeschadet in die Box bringen konnte“, gibt ein sichtlich enttäuschter Daniel Ortmann am Abend zu Protokoll. Der Kirchener konnte nach längerem Aufenthalt das Medical Center wieder verlassen, wird sich aber in den nächsten Tagen noch einmal zu einem intensiven Check in ärztliche Obhut begeben müssen.
„Auch wenn das Rennwochenende für uns kein besonders schönes Ende genommen hat, sind wir doch insgesamt recht zufrieden“, bilanziert Dirk Krüger. „Wir haben mit dem Auto einen deutlichen und sehr wichtigen Schritt nach vorne machen können. Jetzt gilt es die Probleme bis zum 24h-Rennen auszusortieren, dann sollten wir für die Hatz zweimal rund um die Uhr gut aufgestellt sein.“
Der nächste Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft startet nach einer längeren Sommerpause erst Mitte August.












