Der fünfte Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring läutete nicht nur die Halbzeit in der Meisterschaft ein, sondern war auch die letzte Probe vor dem in zwei Wochen anstehenden ADAC 24h-Rennen. Erstmals trat das Team aus Kelberg am Nürburgring mit fünf BMW in zwei Klassen an. In der Klasse V4 betreuen die Black Falcon Mechaniker für die restliche Langstreckensaison neben den bekannten Fahrzeugen noch einen weiteren BMW 325 E90 für die Piloten Josef Knechtges (Mayen) und Mirko Keller (Horbach).
Im Zeittraining am Samstagmorgen klassierten sich die drei anthrazit/gelben V4-BMW im Feld der elf Fahrzeuge bis 2,5 Liter Hubraum auf den Plätzen vier (Blumer/Lehner/Unger), sechs (Ventura/Zulauf/Stumpf) und elf (Knechtges/Keller). In der Klasse V5 (3,0 Liter) freuten sich Böhm/Rebhan/Breslin über die zweite Startposition, die bisher beste mit dem BMW 330i E92 erreichte Platzierung. Mit einer Zeit von 9:49,621 min lag man lediglich drei Sekunden hinter dem schnellsten BMW M3 GT. Das Black Falcon Schwesterfahrzeug mit dem Duo Hedemann/Elzer stand mit Platz fünf gleich in Sichtweite dahinter.
Die letzten Tage vor dem Rennen hatten Regenschauer den Nürburgring fest im Griff, zum Rennen am Samstag gewährte die warme Sonne eine angenehme Pause vom Grau in Grau. Slicks und Trockensetup im Training kam allen Piloten sehr entgegen.
Im Rennen ließen die acht E90-Piloten dann ebenfalls nichts anbrennen, lediglich eine Feindberührung mit anschließendem Dreher und Felgenwechsel sorgte bei Marcel Blumer für einen kurzen Zwischenstop an der Black Falcon Box. Am Ende lag die Nummer 475 auf einem hart erkämpften dritten Platz, dicht gefolgt vom Schwesterauto 476. Hervorragend auch das Endresultat des dritten BMW E90 Nr. 510: Fehlerlos fuhren Knechtges/Keller ihr erstes VLN-Rennen auf dem sechsten Platz nach Hause.
Schwierigkeiten hatte dagegen die BMW E92 Coupé Besatzung Böhm/Rebhan/Breslin. Nach der besten Trainingszeit des Jahres ließ es Sean-Paul Breslin nach dem Start so richtig fliegen und kämpfte rundenlang hart aber fair mit den V5 – Konkurrenten. Nach dem Wechsel auf Michael Rebhan lag man auf Platz drei, doch schon nach zwei Runden löste sich ein Bremsbelag auf, die Bremscharakteristik wurde immer schlechter. Lange vor dem regulären Boxenstop musste Rebhan zum Bremsenwechsel an die Box. Die dadurch verlorene Zeit verhinderte die Chance auf eine Top-Platzierung, auch wenn die Rundenzeiten mit neuer Bremse 10 Sekunden unter denen der Konkurrenten lagen. Rang sieben das Resultat eines durchwachsenen Rennens.
Sehr viel besser erging es da der erstmalig als Duo antretenden Coupé-Besatzung Heiko Hedemann und Martin Elzer. Nach dem fünften Platz im Training hatten die beiden ein völlig problemloses Rennen abgespult. Sie machten alles richtig und genossen nach dem Rennen mit Rang zwei in der V5 ihr bestes Saisonresultat.
Teamchef Alex Böhm: „Wir sind sehr zufrieden. Wir waren heute von den Rundenzeiten fast dort, wo wir vor der Saison hin wollten, die letzten Sekunden holen wir durch weitere Verbesserungen hoffentlich schon nach der Sommerpause. Unsere Fahrer haben heute alle Autos ganz gelassen, das sind gute Voraussetzungen für die Vorbereitung der Fahrzeuge auf das bevorstehende 24h-Rennen in 14 Tagen. Drei Black Falcon Piloten liegen auf Platz 3 der Gesamt – Meisterschaft und wir führen die VLN-Serienwagentabelle an, was will man zur Saisonhalbzeit mehr?!“
Da die Wertung in der Klasse V4 Aufgrund eines Protestes ausgesetzt wurde, werden die Tabellenstände wohl erst im Laufe der nächsten Wochen diesen hervorragenden Halbzeitstand anzeigen.
Am 07. bis 10. Juni startet Black Falcon mit vier Fahrzeugen zum ADAC 24h-Rennen. Im vergangenen Jahr konnte man in der Klasse V4 mit zwei BMW 325 E90 die Ränge zwei und fünf unter 17 Fahrzeugen erreichen. Mit dem BMW M3 GT erreichte man mit Rang drei das Podium der Klasse V5. Für 2007 setzt das Team in beiden Klassen aber ganz klar auf Sieg.












