Beim dritten Lauf des Honda Civic Cups, der im Rahmen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring ausgetragen wird, starteten zehn Teams. Die zweimaligen Saisonsieger Jürgen Nett/Rolf Schütz (Mayen/Andernach) mussten sich diesmal knapp Marcel Engels/Wilfried Schmitz/Kim Berwanger (Willich/Setterich/Brücken) beugen. Deren Leistung ist um so bemerkenswerter, da der Civic Type R des Trios beim letzten Rennen komplett zerstört und in nur zwei Wochen eine neues Fahrzeug aufgebaut wurde. Platz drei belegten Frank Kuhlmann/Hans Keutmann/Mark Giesbrecht (Bramsche/Nideggen/Ganderkesee).
Das dritte Saisonrennen fand bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen in der Eifel statt. Der angekündigte Regen blieb aus. Eng war die Entscheidung um die beste Startposition aus. Die drei besten Teams lagen innerhalb von 1,5 Sekunden: Nett/Schütz vor Christoph Dupre/Claus Dupre (Schiffweiler) und Engels/Schmitz/Berwanger.
In den ersten Runden lieferten sich die Honda Civic Type R spannende Duelle auf der Rennstrecke. Als erste verabschiedeten sich Dupre/Dupre, die zunächst die Spitze übernommen hatten, als sie unverschuldet nach einer Kollision in den Leitplanken strandeten. Wenig später war auch für Oliver Lembeck/Dr. Tom Stoltz/Wolfgang Weber (Buchloe/Remscheid/Vilshofen) Schluss. Anschließend entwickelte sich ein harter Zweikampf zwischen Nett/Schütz und Engels/Schmitz/Berwanger. Entschieden wurde dieses Duell erst beim letzten Boxenstopp. Als die beiden Teams kurz nacheinander die Box ansteuerten, hatten es die zu diesem Zeitpunkt führenden Nett/Schütz etwas zu eilig. Für das Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse kassierten sie eine Strafminute. Nett: „Klar mein Fehler, es tut mir für das Team leid.“ Engels/Schmitz/Berwanger mussten das Auto nur noch heil ins Ziel bringen. Teamchef Michael Ecker war glücklich: „Wir haben für diesen Erfolg buchstäblich zwei Wochen lang rund um die Uhr geschraubt.“
Auch um Platz drei gab es ein knappes Duell. Lange hatten Werner Uetrecht/Florian Fricke/Harald Thönnes (Stemwede/Nienstädt/Mülheim-Kärlich) den Platz inne gehabt. Fricke: „Das Auto lief heute sehr gut. Wir lernen immer mehr und werden auch noch schneller.“ Auf der Zielgeraden wurden die Drei aber von Kuhlmann/Keutmann/Giesbrecht abgefangen. Eine knappe Hunderstelsekunde Vorsprung hatte das Trio. Kuhlmann: „Es war ein harter, aber fairer Kampf, bei dem ich ein wenig mehr Glück hatte.“
Berthold Bermel/Aaron Burkart/Lothar Diederich (Krefeld/Wallhausen/Bell) fuhren auf Rang fünf. Platz sechs belegten das Duo Peter Rikli/Jean-Francois Stoeckli (beide Schweiz) von Rikli Motorsport: Teamchef Christoph Lötscher: „Das Rennen war heute mehr ein Trainingslauf für das 24-Stunden-Rennen.“ Das VLN Honda Junior-Team mit Nicole Müllenmeister/Marc-Uwe von Niesewand/Daniel Ortmann (Wermelskirchen/Lohmar/Kirchen) landete nur auf Rang sieben. Die Mannschaft musste kurz vor Ende noch einen zusätzlichen Stopp einlegen, da Schlussfahrer Ortmann sich unwohl fühlte.
Daniela Schmid/Gaby Roosen/Christoph Breuer (Imst/Barweiler/Nettersheim) verpassten eine bessere Platzierung, da sie durch eine Reparatur am vorderen Radträger viel Zeit verloren.
Pink Power Racing mit Jürgen Schulten/Ludger Henrich/Helmut H. Engelbracht (Hamminkeln/Schmitten/Rheurdt) trat nicht an, da ein Problem an den Bremsen nicht beseitigt werden konnte.












