Bei der 38. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, veranstaltet vom Motor-Sport-Club (MSC) Adenau, konnten acht MSC Piloten einen Klassensieg nach Hause fahren. Gesamtsieger wurden nun zum dritten mal in Folge bei der Adenauer Rundstrecken Trophy Marc Basseng und Land Motorsport auf Porsche GT3 RSR. Den doppelten Hattrick perfekt machte die Mannschaft um Wolfgang Land mit dem dritten Saisonerfolg in Serie.
Tom Coronel und Duncan Huisman belegten mit gut einer Minute Rückstand auf der Zakpeed Dodge Viper GTS-R den zweiten Gesamtplatz. Dritte wurden auf dem BMW Z4 M-Coupè von Schubert Motors Claudia Hürtgen, Johannes Stuck und Richard Görannson aus Schweden.
Schon vor dem Training sah es sehr viel versprechend aus, das dies ein toller Motorsporttag für die vielen Zuschauer rund um die Nürburgring Nordschleife werden würde. Das Wetter hatte sich zwar nach drei hochsommerlichen VLN Renntagen entschlossen wieder typisch der Eifel zu entsprechen, aber dennoch hielt sich der Regen einigermaßen zurück. Ein Rennabbruch wegen Unwetter wie vor einem Jahr war nicht zu befürchten.
222 Fahrzeuge nahm am frühen Samstagmorgen bei noch feuchter Strecke das Zeittraining zum vierten Wertungslauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring über die Streckenvariante GP-Kurs mit Mercedes-Arena, NGK – Motorradschikane und Nordschleife auf. Wie schon bei den ersten drei Rennen eine Starterzahl mit weit über 200 Nennungen. Viele wollten für das in vier Wochen stattfindende 24h Rennen noch einmal testen. Nach und nach trocknete der Wind die Rennstrecke ab, aber bis zum Trainingsende erreichte nur der Land Porsche eine Zeit von unter zehn Minuten.
Beim Start des 210 Fahrzeuge starken Starterfeldes um Punkt 12:00 Uhr war die Rennstrecke rundum trocken. Marc Basseng bestimmte von der Pole – Position aus das Tempo und lieferte sich mit dem Manthey Porsche von Marc Lieb rundenlang, bis zu dessen technischem Defekt, ein Duell wie bei einem Sprintrennen. Dahinter folgten das BMW Z4 Coupè, der Frikadelli Porsche von Sabine Schmitz und Klaus Abbelen, die Zakspeed Viper, der Alzen Cayman und der BMW M3 GTRS von Johannes Scheid.
Nach einigen Rennrunden unter trockenen Bedingungen setzte sich zu Rennmitte typisches Eifelwetter durch. Bei wechselhaften Witterungsbedingungen geriet die Veranstaltung zum Reifen- und Spritpoker. Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Boxenstopp, welche Reifen müssen dann aufs Fahrzeug und wie lange kann ich noch mit meinem Kraftstoff fahren.
Aber alles taktieren half auch nicht, das Wetter wollte keine bestimmte Richtung einschlagen. So kam es, dass die gestarteten Teams zusammen rund 600 Boxenstopps absolvierten. Erst gegen Rennende beruhigte sich die Wetterlage und es wurde wieder trocken.
Lokalmatador Johannes Scheid, der zusammen mit Oliver Kainz den BMW M3 GTRS pilotierte, fuhr im Training auf den sechsten Platz in der Klasse SP7. Nach 25 Rennrunden konnte man mal wieder mit dem eingefahrenen Ergebnis zufrieden sein. Mit Platz fünf im Gesamt und Platz drei in der Klasse wurde endlich mal wieder ein Top Ergebnis ohne technische Defekte erzielt.
Der amtierende Meister Mario Merten fuhr mit seinem BMW 318iS einen ungefährdeten Klassensieg in der V2 ein und übernahm auf Grund des Ausfalls von Kissling Motorsport auch die Tabellenführung.
Thomas Brügmann startete mit dem Bonnfinanz BMW M3 von Position fünf ins Rennen und holte sich ebenso einen Klassensieg wie Stephan Wölflick in der SP4T auf Ford Focus STR, Martin Tschornia in der Klasse V5 auf BMW M3 GT, Hans-Robert Holzer auf seinem BMW M3 E30 in der Klasse V4 und Kurt Thiim mit Sohn Nicki auf einem Seat Leon Supercopa in der Cup1 Wertung.
Karl-Heinz Teichmann und Michael Schneider steuerten ihren kleinen orangefarbenen Suzuki Rennfloh bereits zum dritten Klassensieg in Folge, dabei waren sie nur von Trainingsplatz fünf ins Rennen gegangen.
Marc-Uwe von Niesewand-Reich und das VLN Honda Junior Team haben immer noch einige Problemchen mit dem neuen Honda Civic. Ziemlich unzufrieden fuhr er und das Team nur auf Platz sieben in der Cup3 Wertung. Auch Lothar Diederich hatte auf einem Cup3 Civic genannt, er beendete das Rennen mit dem Team auf Platz vier.
Uli Baumert wollte auch unbedingt beim Adenauer Rennen starten, was jedoch auf seinem eigenen Fahrzeug zur Zeit nicht möglich war. Daher startete er auf einem BMW M3GT in der Klasse V5, was aber leider keinen Erfolg brachte. Nur Platz zehn in der Klasse konnte erreicht werden.
Hans-Christoph Schäfer nutzte das Adenauer Rennen ebenso für einen Test fürs 24h-Rennen. Sein Seat Ibiza lief ohne größere Probleme in der Klasse SP3 und er konnte bis ins Ziel viele Erkenntnisse sowie Platz acht mit nach Hause nehmen.
Für Sabine Schmitz und Klaus Abbelen lief es nach den vielen Problemen bei den ersten drei Rennen wieder nicht rund. Ihr Frikadelli Porsche 997 Supercup blieb nach über 2/3 Renndistanz und 20 gefahrenen Runden mit technischem Defekt liegen und musste nach dem Rennen reingeschleppt werden. Auch nicht viel besser erging es der Truppe um Falk Lodzinski aus Mechernich. Der rote Opel Astra GSi sollte nach 18 Runden mit technischem Defekt liegen bleiben.
Nach genau vier Stunden und fünf Sekunden überquerte der Land Porsche als Führender die Ziellinie und wurde als Sieger der 38.Adenauer Rundstrecken Trophy abgewinkt. Marc Basseng, Marc Hennerici, Dirk Adorf und Land Motorsport freuten sich riesig über den dritten Gesamtsieg in dieser Saison. Besonders erfreulich für den veranstaltenden MSC Adenau waren die wenigen Ausfälle, die vielen Klassensiege und die guten Platzierungen der MSC-Fahrer.
Von den 210 gestarteten Teams sahen nach Ablauf der Renndistanz 161 Teams die Zielflagge. Eine recht positive Bilanz die bei diesen Witterungsbedingungen nicht zu erwarten gewesen wäre. Nach vier von zehn Rennen führt nun der Titelverteidiger und MSC Pilot Mario Merten die Tabelle an.
Die Organisatoren der Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy um Sportleiter Hartmut Mauer haben wieder einmal eine perfekte Veranstaltung auf die Beine gestellt und so die Grundlage für eine spannende Rennveranstaltung geschaffen, die ohne die zahlreichen Helfer, bei denen der MSC Adenau sich an dieser Stelle nochmals besonders herzlich bedanken möchte, nicht möglich gewesen wäre.












