Silvester/Merten führen wieder Meisterschaft an

Nach dem 4. Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft führt Wolf Silvester im Burg Rabenstein-BMW 318iS wieder die Tabelle der VLN Langstreckenmeisterschaft an. Zusammen mit Teamkollege Mario Merten konnte der Nürnberger vor 22.000 Zuschauer die Klasse V2 gewinnen. Bei wechselnden Wetterbedingungen und schwierigen Streckenverhältnissen konnte das Duo im Qualifying am Samstagmorgen ohne Probleme den zweiten Platz erreichen.

Problemlos ging es aber dann nicht weiter. Nachdem man bis kurz vor dem Start noch die Reifenfrage offen ließ, ging man dann mit Slicks ins Rennen. Oder besser gesagt, man wollte ins Rennen gehen, wurde dann aber nicht mehr in die Startaufstellung gelassen, da die Boxenampel Rot zeigte. „Das war nicht verständlich. Wir sind früh genug raus und dann im Durcheinander vor der Ampel nicht durchgekommen. Dann war die Ampel auf einmal Rot!“, so Wolf Silvester.

Der Burg Rabenstein-BMW 318iS, der von Bonk Motorsport vorbereitet wird, startete aus der Boxengasse nach und hechtete dem Feld hinterher. Schnell war er auf Platz fünf. „Dann wurde es allerdings schwerer. Es gab ein ziemliches Chaos und ich wartete erstmal ab“, meinte der Nürnberger nach dem Rennen. Mit dem Chaos meinte er die Verhältnisse auf der Strecke und die dauernden Platzwechsel. Durch starken Regen in einzelnen Streckenabschnitten war der Kurs schwer zu befahren und sehr schmierig. „Mit dem Reifen auf die Curbs und du wärst abgeflogen…!“ Doch der erfahrene Tourenwagenpilot kämpfte sich mit Slicks durch die „Grüne Hölle“ und kam dann auf Platz drei liegend an die Box zum Fahrerwechsel.

Der Nürburger Mario Merten ließ sich Regenreifen aufziehen und blieb damit drei Runden draußen, bevor er erneut die Reifen wechselte und mit Slicks dem Sieg der Klasse V2 entgegen fuhr!

“Der Grundstein zum Sieg lag in den drei Runden, als wir zur richtigen Zeit mit Regenreifen rausgingen und dann wieder zur richtigen Zeit auf Slicks wechselten!“, wusste Wolf Silvester später. Und weiter: „Heute war es sehr anstrengend und man musste sich mächtig konzentrieren. Aber so ist es auf der Nordschleife. Die Verhältnisse können von Runde zu Runde wechseln. Das macht auch den Reiz aus!“

Mit dem Sieg im 21-köpfigen Feld der V2 konnten sich die amtierenden Meister erneut auf den Platz 1 der Meisterschaftstabelle setzen.

Weniger Glück hatte Wolf Silvester mit dem Burg Rabenstein-Porsche 996. Nach dem Qualifying und Platz fünf, ging Christopher Gerhard (Viersen) ins Rennen und wurde Opfer der Wettereskapaden. In der Querspange brach das Auto aus und traf hart die Leitplanke. Mit hohem Schaden musste er das Rennen beenden und es ist fraglich, ob der Porsche beim nächsten Rennen in 14 Tagen, am 26. Mai 2007, an den Start gehen kann!