Platz 7 im Regenchaos für das VLN Honda Junior Team

Ständig wechselnde Witterungsbedingungen verwandelten die 38. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, den dritten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft, in eine wahre Pokerpartie beim Thema Reifenfrage. Trotz guter Rennstrategie bei FH Köln Motorsport war für Nicole Müllenmeister, Marc-Uwe von Niesewand und Daniel Ortmann am Ende ein nur wenig zufriedenstellender 7. Platz im Honda Civic Cup zu verbuchen.

„Wir haben nach dem Zeittraining das Auto noch schnell auf die sich anbahnenden wechselnden Witterungsbedingungen angepasst“, erklärt Dirk Krüger, Technischer Leiter bei FH Köln Motorsport. „Wichtig war, einen akzeptablen Kompromiss zwischen Nass- und Trockensetup zu finden.“ Die erste Entscheidung, den Start auf Regenreifen in Angriff zu nehmen, wurde dann aufgrund der stetig abtrocknenden Strecke kurzfristig revidiert. Allerdings hatte die Rennleitung das Rennen zwischenzeitlich zum Wet Race deklariert, was einen Reifenwechsel am sich zu diesem Zeitpunkt bereits in der Startaufstellung befindlichen Auto verbietet. „Um nicht nach der ersten Runde einen unplanmässigen Stopp einlegen zu müssen, haben wir uns dann entschieden, aus der Boxengasse nach zu starten und dem gesamten Feld auf Slicks hinterherzufahren.“

Immer wiederkehrende Regenschauer kennzeichneten den weiteren Rennverlauf. Während viele Teams immer wieder die Box aufsuchten und hektisch die Reifen hin und her wechselten, behielt man im Lager von FH Köln Motorsport einen kühlen Kopf. „Wir sind komplett auf Slicks durchgefahren“, bringt Teammanager Sebastian Zander auf den Punkt. „Das ist letztendlich die optimale Strategie heute.“ Damit sollte er Recht behalten, schließlich war auch das später siegreiche Team im Honda Civic Cup mit eben dieser Taktik unterwegs.

„Es war heute verdammt hart“, so Startfahrer Marc-Uwe von Niesewand. „Ich konnte nie wissen, ob es in der nächsten Kurve schon wieder trocken ist oder ob vielleicht hinter der nächsten Kuppe gerade der nächste Regenschauer runterkommt. Jede Runde war anders.“

Nicht anders erging es Daniel Ortmann. Auch der Kirchener hatte mit den widrigen Witterungsbedingungen zu kämpfen: „Leider hat sich unser harter Einsatz heute noch nicht in ein wirklich zählbares Ergebnis verwandeln können, aber wir sind auf einem guten Weg, ich bin da sehr zuversichtlich. Am siebten Rang konnte dann auch Nicole Müllenmeister, die auf komplett trockener Strecke einen starker Schlussturn in den Asphalt brannte, nichts mehr ändern. „Wichtig ist in erster Linie, dass wir nach dem Unfall vor 14 Tagen heute überhaupt wieder am Start waren und das Rennen beenden konnten. Jetzt bereiten wir uns auf den nächsten Lauf vor, dann sind wir sicherlich wieder gut aufgestellt“, freut sich die 21jährige.

„Auch wenn das Endergebnis nicht gerade zufriedenstellend ist, so haben wir doch viele Daten gewinnen können. Schließlich sind wir zum ersten Mal mit dem neuen Auto im Regen gefahren“, fasst Sebastian Zander zusammen. „Das könnte sich besonders in Hinblick auf das 24h-Rennen noch auszahlen.“

Der fünfte Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft, das 47. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen, findet bereits am 26. Mai statt.