Erneute Topplatzierung für den Scheid-BMW

Und erneut konnte das Team Scheid Motorsport rund um Teamchef Johannes Scheid diese Aussage bestätigen, erreichte man beim vierten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft 2007 mit Gesamtrang 5 ein herausragendes Ergebnis.

Nach dem problemlosen Rennen vierzehn Tage zuvor gab es für Johannes Scheid im Vorfeld des vierten Rennens keine größen Arbeiten am BMW M3 GTS zu erledigen. So konnte man sich auch im freien Training am Freitag darauf beschränken, die Bremsen einzufahren sowie einen reinen Funktionstest durchzuführen.

Ein Blick auf die Wettervorhersage für den Rennsamstag ließ zudem Regenspezialist Oliver Kainz strahlen, zeigte er doch in der Vergangenheit seine außergewöhnlichen Fähigkeiten im Eifel-Regen.

Das Training auf nasser Strecke brachte den Eifelblitz auch recht früh in die vorderen Platzierungen. „Aber leider haben wir das optimale Timing am Ende dann doch nicht gehabt“, war Johannes Scheid mit Gesamtrang 7 dann doch nicht ganz zufrieden. „Nur läppische zwei Sekunden schneller und es wäre Platz 4 und somit die zweite Startreihe geworden. Schade drum, aber das Auto fühlt sich heute sehr gut an.“

Wie immer war es dann an Oliver Kainz den Startturn zu übernehmen. Der Mayener BMW-Händler konnte den Eifelblitz dann auch beständig im Spitzenfeld platzieren. Ständig hielt Oliver Kainz den Sichtkontakt zum Alzen-Porsche sowie dem Porsche Cayman von Ex-DTM-Pilot Pierre Kaffer. „Ich konnte deren Tempo sehr gut mitgehen, aber an ein Überholen war zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken“, freute sich Oliver Kainz bereits zu diesem Zeitpunkt über die dunklen Wolken am Eifel-Himmel.

Aufgrund des zu erwartenden Regens blieb Oliver Kainz dann auch nach dem ersten Tankstopp am Steuer des Eifelblitz sitzen. Und dies war auch gut so, denn bereits nach wenigen weiteren Runden fing es rund um die legendäre Nordschleife an zu regnen. Versorgt durch Wetterinformationen von der Strecke erwischte das Scheid-Team dann auch den optimalen Zeitpunkt zum Wechsel auf Regenreifen.

Und nun schlug die Stunde des Rainman Oliver Kainz. Mit den deutlich schnellsten Runden im gesamten Feld konnte er den BMW M3 GTS Platz um Platz nach vorne fahren. Dabei gelang es ihm unter anderem Claudia Hürtgen im werksunterstützten BMW Z4 M Coupe zu überholen und deutlich zu distanzieren. Erst als der Regen wieder etwas nachließ konnte der Schubert wieder am Eifelblitz vorbei ziehen.

Auch den DTM-Opel von Schall / Schall / Strycek, den Alzen-Porsche sowie einige weitere der doch PS-stärkeren und deutlich leichteren Porsche ließ Oliver Kainz bei seinem Regenauftritt deutlich hinter sich.

„Die Pirelli-Regenreifen waren super, damit konnte ich dieses Tempo ohne große Risiken fahren“, freute sich Oliver Kainz nach seinem sehenswerten Auftritt im Eifelblitz. Auf die Frage von Streckensprecher Lars Gutsche nach den schwierigen Bedingungen rund um die Strecke antwortete Oliver Kainz mit einem Grinsen im Gesicht: „Dafür haben wir doch Scheibenwischer am Auto.“

Johannes Scheid konnte dann in seinem Schlussturn den Eifelblitz auf Platz 5 festsetzen und das tolle Ergebnis von vor zwei Wochen bestätigen. „Und dieses mal waren wir auch von Anfang an vorne mit dabei und mussten noch gar nicht mal so sehr von Ausfällen in der Spitzengruppe profitieren. Olivers Auftritt im Regen war wieder einmal klasse. Für ihn würde ich mir wünschen, dass es bei allen weiteren Rennen regnet, aber ich fürchte, damit würde ich mich bei den vielen treuen Fans rund um die Nordschleife nicht besonders beliebt machen“, wusste Teamchef Johannes Scheid nach dem Rennen zu scherzen.

„Jetzt bleibt halt nur noch zu hoffen, dass wir die beiden guten Ergebnisse auch bei den nächsten Rennen bestätigen können.“