Der durchschnittliche Fahrer ist 42 Jahre alt

In dem Science Fiction Roman ‚Per Anhalter durch die Galaxis‘ von Douglas Adams errechnet der Computer ‚Deep Thought‘ die Zahl 42 als Antwort auf alle Fragen. In der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring stellt die 42 lediglich das Durchschnittsalter der Fahrerinnen und Fahrer dar. Rund 1.800 Geburtstage von Teilnehmern, die in den letzten Jahren in der populärsten Breitensportserie Europas am Start waren, wurden zur statistischen Auswertung herangezogen.

Das Alter der Fahrer erstreckt sich über mehr als fünf Dekaden. Yorck-Enzo Trösser aus Köln ist einer der jüngsten. Sein Geburtstag datiert auf den 14. März 1989, der Kölner wurde erst zwei Wochen vor dem Saisonauftakt volljährig. Zusammen mit dem gleichaltrigen Tim Scheerbarth (Dormagen) bestreitet er die Saison im kleinen Toyota Yaris von Douma-Frensch-Power.

Dem Nachwuchsduo steht mit Andreas Schall einer der ältesten Fahrer gegenüber. Am 14. Januar 1939 erblickte der Autohausbesitzer aus Dornstadt das Licht der Welt. ‚Alter schützt vor Torheit nicht‘ – Schall bewegt sich auch, was sein Einsatzfahrzeug anbelangt, am oberen Ende der Skala. Gemeinsam mit seinem Sohn Ralf – als 37-Jähriger knapp unter dem Durchschnitt – bestreitet er die Rennen in der ‚Grünen Hölle‘ mit einem rund 500 PS starken Opel Astra V8 Coupé aus der DTM.

Auf keiner anderen Rennstrecke der Welt ist die Erfahrung ein derart wichtiger Aspekt, wie auf der 24,433 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife. Und Erfahrung haben ‚alte Recken‘ wie Andreas Schall zu Hauf, das dokumentieren fünf Gesamtsiege und mehr als 50 Klassesiege – sechs davon alleine in der Saison 2006.

Von daher braucht es auch nicht zu beunruhigen, dass der Altersdurchschnitt der Langstreckenmeisterschaft deutlich höher ist, als beispielsweise in der Formel 1, wo die Fahrer im Schnitt 28 Jahre alt sind. Bei einem Langstreckenrennen zählen Erfahrung und Köpfchen häufig mehr als der reine Speed.