„Dat Auto jeht wie Schwein“, Sabine Schmitz beschrieb auf ihre eigene Art, wie der Porsche 997 Supercup bereits im Qualifying zum dritten Wertungslauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft lief. Der vom Porsche Zentrum Willich unterstützte Porsche, den sie zusammen mit Klaus Abbelen einsetzte landete im Training auf Rang 8. Die kleinen Probleme, die zu Saisonbeginn an der Frontlippe auftraten waren beseitigt, das hervorragende Abschneiden beim zweiten Lauf war noch gut in Erinnerung und die Hitze bei dem hochsommerlichen Wetter an der Nordschleife machte den beiden nicht zu schaffen. Zudem wollte es das Duo den 45.000 Fans rund um die Strecke zeigen.
Das machte Startfahrerin Sabine Schmitz dann auch sofort. Kaum gestartet legte sie sich mit dem vor ihr fahrenden Porsche und dem Opel Astra V8 (ein ehemaliges DTM-Fahrzeug) an. In einem sportlich hart aber fairen Wettkampf ging es über die 25 Kilometer lange Strecke. Mehrere Runden hing dieses Paket eng beieinander. Als erster verabschiedete sich der Astra mit einem heftigen Unfall im Bereich Hatzenbach. „Ich weiß gar nicht, wo der hin wollte“, meinte Sabine Schmitz, die den Unfall mit ansehen konnte.
Doch dann wurde die schnelle Nordschleifenexpertin selbst in einen Unfall verwickelt. Mit einem Reifenschaden kam sie in die Box, der Porsche wurde von Rang 4 bis Platz 18 durchgereicht. Klaus Abbelen übernahm das Steuer und versuchte zu retten, was zu retten war. Am Ende reichte es zu Platz 6 im Gesamtklassement. „Ich will gar nicht wissen, was da drin gewesen wäre, wenn es den Unfall nicht gegeben hätte“, meinte auch Streckensprecher Lars Gutsche.
Gähnende Leere herrschte allerdings in der Box von Mühlner Motorsport. Eigentlich wollten Jochen Krumbach und Heinz-Josef (Juppy) Bermes ihre Siegesserie fortsetzen, doch daraus wurde nichts. Im Qualifying lag das Team bereits auf Rang drei in der Klasse. Das Team wollte mehr und Krumbach ging mit frischen Reifen noch mal auf Zeitenjagd. In seiner ersten fliegenden Runde holte er sich bereits Platz zwei. In der zweiten Runde flog der Porsche 997 GT3 Cup dann allerdings so heftig ab, dass an eine Teilnahme im Rennen gar nicht mehr zu denken war. „Jochen ist ein schneller und zuverlässiger Fahrer, aber so etwas kann leider immer einmal passieren. That’s racing“, meinte Teamchef Bernhard Mühlner. Krumbach selbst gab zum, dass der Unfall ganz klar sein Fehler war: „Es tut mir für Juppy und das ganze Team sehr leid.“
In der gleichen Klasse, wie Mühlner Motorsport ging AGON Motorsport ins Rennen. Die beiden 997 GT3 Cup liefen das komplette Rennen über tadellos. Daniel Schwerfeld, Klaus Hahn und Stefan Peters pilotierten einen der beiden Wagen. Vor allem vom 27-jährigen Neuling Daniel Schwerfeld war Teamchef Jörn Schmidt-Staade sehr positiv angetan: „Der ist wirklich schnell unterwegs. Er hat unseren Porsche erst zum zweiten Mal bewegt und gute Zeiten gefahren.“ Am Ende reichte es für das Trio zu Platz 5 in der Klasse.
Zwei Plätze davor wollten eigentlich Stefan Müller, Michael Schaal und der Teamchef Jörn Schmidt-Staade ins Ziel kommen. Doch in der letzten Runde hatte Michael Schaal nach einer Überrundung einen heftigen Unfall im Bereich Schwalbenschwanz. „Michael geht es gut“, bis auf ein paar Prellungen konnte der Teamchef Entwarnung über den Gesundheitszustand seines Fahrers geben. Dagegen war der Porsche heftig beschädigt. Bis zum nächsten Lauf am 12. Mai sollte der Porsche aber wieder fit sein.












