Führungsarbeit blieb unbelohnt – Ausfall für Bonnfinanz Motorsport

Kleine Ursache, noch viel größere Wirkung! Ein Materialfehler an der Hinterachse kostete Bonnfinanz Motorsport beim dritten Rennen zur Langstrecken-Saison 2007 nicht nur die Führung, sondern gleich das ganze Rennen.

In der Startaufstellung zum dritten Vier-Stunden-Langstreckenrennen auf dem Nürburgring, erwarteten die zahlreichen Zuschauer 215 Fahrzeuge. Bei heißen, sommerlichen Temperaturen noch zwei Rennen vor dem 24h-Rennen im Juni sind das absolute Rekordzahlen. Dementsprechend heiß ging es auch schon im Zeittraining am Samstagmorgen auf der Rennstrecke her. Wie Dieter Rövenich später erklärte, ließ er seine Piloten Michael Bonk (Münster), Oliver Rövenich (Merzenich) und Thomas Brügmann (Altenahr) aus Sicherheitsgründen nur jeweils eine Runde drehen. „Es war einfach zu voll, wir wollten nicht das Risiko eines verfrühten Unfalls eingehen.“ Letztlich stand man mit Rang drei auch nur wenige Meter hinter der führenden M3 des MSC Ruhrblitz und gar nur wenige Zentimeter hinter dem M3 E36 von Airnergy Motorsport.

Startfahrer Michael Bonk setzte kurz nach der grünen Startampel auch gleich alles daran sich an seinen Kontrahenten vorbei zuschieben. Dafür brauchte er lediglich 25km, oder eben gerade Mal eine Runde. Nach einer weiteren lag er bereits mit sechs Sekunden Vorsprung auf frühem Siegkurs. Aber erstens kommt es anders und meistens als man denkt. In der dritten Runde sorgten Geräusche an der Hinterachse für den ersten unplanmäßigen Boxenstopp. Eine erste Durchsicht aber führte nicht zum erhofften Erfolg, nach kurzer Schnellreparatur, schickte man den 41-jährigen Münsteraner wieder auf die Strecke. Über Funk musste Bonk aber über noch harschere Geräusche berichten. Die ausführliche Durchsicht brachte eine vor Ort irreparable Hinterachse zu Tage. Ende einer Dienstfahrt!

Dieter Rövenich erklärte: „Die Hinterachse wanderte in ihrer Halterung und verbog sich auch noch. Als ob das nicht genug wäre, schrammte dadurch die Kardanwelle an der Karosse. An eine Weiterfahrt war leider nicht mehr zu denken.“