Wie in vielen Rennfahrerfamilien tritt der Sohn oft in Fußstapfen des schnellen Vaters. Kurt Thiim gehört zweifelsohne zu den schnellen Nordschleifen-Fahrern und ist bekennender Fan der einzigartigen Rennstrecke in der Eifel. Kurt Thiim bekommt davon nie genug. Sein Sohn Nicki Thiim schnupperte am vergangen Wochenende das erste Mal Nürburgring-Nordschleifen Luft.
Bei wunderschönem Wetter fand der 49. ADAC ACAS H&R Cup, der 3. Lauf der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft-Nürburgring, statt. Zum ersten Mal starteten Kurt und sein Sohn Nicki Thiim zusammen mit Stefan Michels gemeinsam auf einem Seat Leon Supercopa vom Team Prosport in der Klasse Cup1. Für Nicki Thiim war es das erste Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife. Seine Nordschleifen-Erfahrung beschränkte sich auf lediglich drei Runden im privaten PKW am Donnerstag vor dem Rennen. Die Test- und Einstellfahrten konnte Nicki Thiim komplett fahren um sich mit dem Seat Leon Supercopa und der Strecke weiter vertraut zu machen. Schon am Freitag konnte er sehr schnelle Zeiten vorlegen. Im Qualifying am Samstagvormittag mischte die Fahrerpaarung Thiim/Thiim/Michels immer ganz vorne mit. Am Ende stand man in der Klasse Cup1 auf dem dritten Startplatz, was eine sehr gute Ausgangsposition für das Rennen darstellte. Nicki Thiim fuhr den Start und konnte sich schon in den ersten beiden Runden auf den ersten Platz in der Cup1 Klasse vorkämpfen. Unglücklich verlief die Runde fünf, in der Nicki Thiim von einem anderen Fahrer in der Spitzkehre nach der Start- und Zielgerade umgedreht wurde. Danach war ein Boxenstopp fällig und man hatte zunehmend mit Problemen zu kämpfen. Auch wenn Nicki Thiim mit Problemen am Wagen zu kämpfen hatte, hielt es ihn nicht davon ab weiter zu kämpfen und mal ganz frech wieder auf Platz zwei der Klasse vorzufahren. Ganz abgesehen davon, fuhr das 18jährige Nachwuchstalent auch einfach mal so auf der Nordschleife die schnellste Runde von allen Seat Leon Supercopa Fahrern. Nicki Thiim fuhr laut der Zeitauswertung der VLN dabei in seiner besten Runde zwei Sekunden schneller als alle anderen Kontrahenten seiner Klasse. Nach einem zweistündigen Doppelturn war Nicki Thiim sichtlich gezeichnet von den Anstrengungen, die man als Rennfahrer bei sommerlichen Temperaturen in einem Tourenwagen leisten muss. Gegen Ende des Rennens übernahm sein Vater Kurt Thiim das Steuer des Seat Leon. Doch in den letzten Runden deutete sich an, dass der Motor seinen Dienst quittieren werde, was dann auch geschah und ein gutes Ergebnis zunichte machte. Der Sieg in der Cup1-Klasse wäre durchaus für Vater und Sohn Thiim möglich gewesen. Nichts desto trotz war der Vater begeistert mächtig stolz über die Leistung, die sein Sohn am vergangenen Wochenende geboten hatte. Alle im Team Prosport zogen respektvoll den Hut vor der tollen Leistung und von Teamchef Christoph Esser bekam Nicki Thiim die Zusage, dass für ihn immer ein Auto bereit stehen werde. Auch Nicki Thiim zeigte sich trotz des Ausfalls zufrieden und ist nun vom Nordschleifen-Virus ebenso infiziert wie sein Vater. „Das ganze Wochenende ist sehr gut verlaufen und ich habe alle Erwartungen erfüllen können und diese Strecke ist echt das Beste was je erfunden wurde. Sie hat alles, schnelle, langsame Kurven, einfach alles. Ich habe nur ein Wort dafür: „Geil!“. Davon kriegt man nie genug.“
Für Kurt Thiim, der in der Regel an der Nordschleife immer auf zwei Autos startet, stand auch die Premiere des neuen Nissan 350Z auf dem Programm. Schon nach den ersten Runden auf der Nordschleife konnte Kurt Thiim ein positives Fazit ziehen: „Wir haben hier ein Auto, das sich sehr gut mit der Nordschleife verträgt.“ Da Probleme mit der Temperatur und dem Öldruck auftraten entschloss man sich vernünftigerweise den Start auf das kommende Rennen am 12.5.2007 zu verschieben. „Fest steht, dass wir hier ein super Auto haben, und wenn wir die Temperaturprobleme gelöst haben, werden wir vorne in der SP6-Klasse mitfahren können“ so Kurt Thiim nach den ersten Tests.
Beim kommenden Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wird Nicki Thiim wieder mit seinem Vater Kurt im Seat Leon Supercopa von Prosport sitzen und Kurt des Weiteren im brandneuen Nissan 350Z in der Klasse SP6 starten.












