Hatte man beim ersten Lauf der Saison bereits richtig Glück mit dem Wetter so dankte Petrus den zahlreichen Zuschauern und Teilnehmer mit frühsommerlichem Wetter. Bedenkt man, dass in der Vergangenheit um diese Jahreszeit bereits Rennen wegen Schneefalls abgesagt wurden, so wusste man die Temperaturen von über 20°C umso mehr zu schätzen!
Beim Team Ring Racing aus Wiesemscheid betreute man an diesem Tag neben den drei Clios noch zwei weitere BMW Fahrzeuge mit fernöstlicher Besatzung aus Japan. Für die Fahrer aus Japan standen jedoch keine Top Platzierungen im Vordergrund sondern lediglich das Erlernen der Strecke und Sammeln von Rennkilometern als Vorbereitung für das 24h-Rennen im Juni.
Nilsson / Nilsson sorgten bereits, wie beim ersten Lauf, für die schnellsten Rundenzeiten im Team und platzierten ihren New Clio mit einer Zeit von 9:56.559 auf Platz 5 in der mit 13 Fahrzeugen besetzten Klasse SP3, knapp gefolgt von Karl Brinker, der mit 10:07.642 vom 8. Startplatz aus ins Rennen ging. Ingo Tepel belegte in der Qualifikation den 5. Startplatz und war mit 10:04.305 der schnellste Clio RS auf der 24,43 km langen Strecke.
Mit dem BMW E92 belegten Morizo / Katsumata / Hirata in der stark besetzten Klasse V4 immerhin den 14. Platz im Zeittraining. Der etwas ältere aber dennoch konkurrenzfähige E36 mit dem Fahrertrio Naruse / Takai / Eto belegte, ebenfalls in der V4, den 17. von 19 Startplätzen. In Anbetracht der absolut fehlenden Streckenkenntnisse, PS2 mal ausgenommen, hatte man beim Team Ring Racing mit einer solchen Platzierung jedoch gerechnet wobei die Priorität darauf bestand, den Wagen heil über den Parcour zu bringen, denn mehr als 200 Teilnehmer kämpften an diesem Tag in der „Grünen Hölle“ um die ideale Ausgangsposition für das Rennen.
Im Rennen zeigte Rickard Nilsson dann erneut seine fahrerische Stärke und kämpfte rundenlang mit dem wesentlich PS-stärkeren Ford Focus von Hannes Neuberger und hielt den Porsche Carrera Cup Piloten rundenlang in Schach. Am Ende war der Lohn für den harten Fight ein fünfter Platz. Tanja Nilsson brachte den New Clio die letzten Runden ohne Blessuren über die Distanz. Nebenbei erwähnt für Rickard Nilsson an diesem Renntag die mit Abstand schnellste Zeit aller Renault Kundensport Fahrzeuge, sowohl im Rennen, als auch schon im Training
Karl Brinker hingegen musste bereits nach nur 2 Runden die Box mit Vibrationen an der Vorderachse ansteuern. Aber auch mit frischen Reifen kam der New Clio an diesem Wochenende nicht richtig in Schwung und rollte nach weiteren vier Umläufen mit technischem Defekt im Bereich der Arembergkurve aus.
Ingo Tepel hingegen kämpfte sich mit dem Clio RS auf einen guten 4. Platz in der H2 vor, wobei eine Podiumsplatzierung im Bereich des möglichen gewesen wäre, denn mit 10:06.261 fuhr man die schnellste Rundenzeit aller Clio RS an diesem Tag. Probleme nach dem zweiten Boxenstopp vereitelten jedoch die erhoffte Podiumsplatzierung.
Auch die Fahrer mit der wohl weitesten Anreise (Japan) freuten sich über die Zielankunft auf Platz 14 (Morizo / Katsumata / Hirata) und Platz 15 (Naruse / Takai / Eto) gemäß dem olympischen Gedanken – dabei sein ist alles. Dementsprechend war die Freude über die Zielankunft umso größer und die langsamsten Rundenzeiten ist man bei weitem auch nicht gefahren, auch wenn zur Spitze noch ein ordentliches Stück fehlte.
„Wir haben wieder einen Schritt nach vorne gemacht und sind mit dem Ergebnis von Rickard und Tanja sowie Ingo sehr zufrieden und für die kommenden Rennen zuversichtlich. Unsere japanischen Freunde haben sich für das erste Mal hier auf der Nordschleife wirklich tapfer geschlagen. Wir haben ein dickes Lob für \“ein perfekt organisiertes Wochenende und die sehr gut vorbereiteten Autos\“ bekommen. Für uns war es jedoch ein einmaliger Einsatz. Die weiteren Vorbereitungen und das 24h-Rennen wird die Truppe aus Japan dann in Eigenregie und mit eigenen Autos übernehmen. Man ist derzeit dabei, 2 Toyota für die SP3 fertigzustellen.
Karl Brinker hingegen hat momentan das Pech gepachtet. Erst die Kollision beim ersten Lauf und jetzt der technische Ausfall…“ so Klaus Völker, Teamchef der Truppe aus Wiesemscheid.












