Im Honda Civic Type R ist zurzeit die Mathol Racing GmbH das Maß aller Dinge. Harald Proczyk und Oliver Lembeck gewannen den zweiten Lauf in der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft souverän mit fast einer Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten. „Ich bin mit dem Auto noch nicht hundertprozentig zufrieden, aber es wird immer besser“, meinte Harald Proczyk. Der Lauf, der bei herrlichen Wetterbedingungen vor rund 30.000 Fans ausgetragen wurde, war der zweite Test für die nagelneuen Civics. Erst ab dem dritten Lauf werden auch die Punkte für den internen Cup gewertet.
Trotzdem wollte das Team so richtig Gas geben. Am Anfang gab es noch einen harten Zweikampf zwischen dem Mathol-Civic und den aktuellen Meistern im Civic Cup Michael Ecker, Marcel Engels und Wilfried Schmitz. Doch das Meisterteam musste nach ungefähr der halben Renndistanz mit Problemen lange in der Box stehen bleiben. „Es ist schade, dass sie ausgefallen sind“, meinte Proczyk. Der Zweikampf hatte ihm und seinem Teamkollegen Lembeck viel Spaß gemacht.
Mit dem Ausscheiden des Meister-Civics war der Weg für Proczyk und Lembeck frei. „Der Civic hat unsere Mindestanforderungen erfüllt“, meinte Teamchef Matthias Holle nach dem Lauf. Mit der Platzierung war er natürlich hoch zufrieden, aber auch die Performance des Autos überzeugte Holle.
Bis Runde 21 – etwa eine halbe Stunde vor Rennende – war er auch mit der Leistung seines Honda S2000 GT sehr zufrieden. Fahrerkollege Wolfgang Weber hatte bis zur Hälfte des 4-Stunden-Rennens Platz 1 in der starken Klasse SP 3 herausgefahren. Vor allem der Opel Astra OPC von Kissling und der BMW E46 vom MSC Ruhrblitz konnten dem Honda nicht folgen. Mit 9:21.524 fuhr Weber die schnellste Rennrunde der Klasse.
Auch Holle schickte sich an, ganz vorne zu bleiben. Bis zur besagten 21. Runde. Im Streckenabschnitt Brünnchen brach eine hintere Radnabe. Eh Holle reagieren konnte, flog der Reifen weg und der Honda S 2000GT schlug rückwärts in die Leitplanke ein. „Es sieht ziemlich wüst aus“, meinte der Fahrer direkt nach dem Lauf. Holle selber blieb glücklicherweise unverletzt.
„Wir sind mit dem Speed da, wo wir hinwollen. Wir hätten gewinnen können, wenn der Defekt nicht gewesen wäre.“ Beim nächsten Lauf am 28. April will das Duo Weber/Holle wieder in der SP3 voll angreifen.
Der Honda Civic Type R bekommt dann wahrscheinlich Verstärkung. „Der zweite Wagen ist jetzt komplett fertig und einsatzbereit“, sagte Holle. Die Fahrer für den 28. April stehen auch schon fest. Vorher steht aber erst der Einsatz in der Rundstreckenchallenge am 21. April auf dem Programm des Teams.












