Bei strahlend blauem Himmel lud die Eifel zum ersten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf der legendären Nordschleife ein. Das Team Ring Racing betreute gleich drei Fahrzeuge aus dem Hause Renault, zwei New Clio Cup Fahrzeuge und ein Clio RS Cup Stand 2005. Bereits im Zeittraining blitze die Performance der solide vorbereiteten Fahrzeuge und der exzellent motivierten Piloten auf. Nilsson / Nilsson platzierten den New Clio mit der Startnummer 282 auf einem starken vierten Platz (10:09.815), direkt vor Teamkollege Karl Brinker, ebenfalls New Clio, und dies in der mit Abstand stärksten Klasse (SP3). Ingo Tepel umrundete den Eifelkurs in einer Zeit von 11:11, was zu einem siebten Startplatz in der Klasse H2 reichen sollte.
Mit etwas Verzögerung wurde das erste 4h-Rennen der Saison zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft gestartet. Nilsson/ Nilsson setzten die Favoriten gleich von Beginn an unter Druck. In der fünften Rennrunde brannte Rickard Nilsson, bei vielen noch eine bekannte Größe aus dem Formelsport, eine absolute Fabelzeit in den Asphalt. Mit 9:54.368 zeigte man der deutlich PS-stärkeren Konkurrenz aus Rüsselsheim, dass Leistung alleine nicht alles ist.
Karl Brinker klemmte bereits am Start unmittelbar an Nilsson und brillierte in Runde vier ebenfalls mit einer guten Zeit von 10:17.618. Bedenkt man, dass es der erste Einsatz für Karl Brinker auf dem New Clio war, ist diese Leistung um so höher zu bewerten.
Während Nilsson/ Nilsson ohne größere Probleme das Rennen auf Platz 10 beendeten kam für Brinker das Aus nach nur sechs gefahrenen Runden. Eine Kollision mit Klassenkonkurrent Benz / Benz, ebenfalls New Clio, beendete die Debütfahrt von Karl Brinker mit einer gebrochenen Spurstange. Dabei hatte der Brinker Clio mit einem Renn-ABS und einem größeren Tank die besten Voraussetzungen, um weit nach vorne zu fahren.
Rickard Nilsson hätte sicher auch unter die Top 5 in der Klasse fahren können, jedoch kam Ehefrau Tanja mit dem neuen Setup nicht richtig klar, denn der New Clio war exakt auf den Fahrstil von Rickard eingestellt.
In der H2 kämpfte sich Ingo Tepel hingegen auf leisen Sohlen völlig unauffällig Position um Position nach vorne. Dabei war für Tepel die Fahrt alles andere als unspektakulär, denn Probleme an der Vorderachse zwangen ihn zu deutlich mehr Boxenstopps als geplant. Mit einer Zeit von 10:11.172 zeigte der Westfale in Runde neun sein Können und unterstrich, dass der Clio RS noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Platz sechs trotz der vielen Boxenstopps war daher das Maximum dessen, was zu holen war, auch wenn man sich ein wenig mehr erhofft hätte.
Klaus Völker, Teamchef bei Ring Racing, zeigte sich nach dem Rennen zuversichtlich: „…bis auf den Ausfall von Karl ein ganz gutes Wochenende; wir konnten zeigen, dass wir ganz vorne bei der Musik mitspielen können und beim nächsten Mal wird das Glück auch auf unserer Seite sein. Die Zeiten der Piloten waren durchweg konstant, also beste Vorraussetzungen um beim nächsten Lauf anzugreifen. Für Tanja müssen wir versuchen, den Clio ein wenig neutraler abzustimmen“












