Mamerow: Eine enorme Motivation für die Saison

Der Start in die Motorsportsaison 2007 ist für Mamerow Racing perfekt gelungen. Der grün-weiße Fujifilm-Porsche der Mannschaft aus Castrop Rauxel war beim Auftaktlauf der Langstreckenmeisterschaft (VLN) am vergangenen Wochenende nicht zu schlagen. Vater Peter und Sohn Chris Mamerow holten ihren ersten gemeinsam erstrittenen Rennsieg und unterstrichen damit ihre Ambitionen in dieser Saison. Nach vier Stunden auf der legendären Nürburgring-Nordschleife lagen sie im Porsche 996 GT3 vor zwei weiteren Vater-Sohn-Teams: Anderas und Ralf Schall liefen – verstärkt durch Opel-Sportchef Volker Strycek – im Opel Astra V8 1:37.092 Minuten hinter den Siegern im Ziel ein. Rennlegende Hans-Joachim Stuck platzierte sich mit Sohn Johannes und BMW-Werkspilotin Claudia Hürtgen an dritter Positioin (1:39.390 Min. zurück).

Schrecksekunde zu Rennbeginn Bereits im Zeittraining hatte Mamerow Racing das eigene Potenzial aufblitzen lassen und den zweiten Startplatz geholt – gerade einmal 0.098 Sekunden hinter Opel-Ikone Strycek. „Er hatte wohl einfach eine etwas freiere Runde, während bei uns etwas mehr Betrieb auf der Piste war“, sagt Teamchef Peter Mamerow. „Sonst hätte es sogar noch zur Pole reichen können.“ Im Rennen war es zunächst der von Marc Basseng pilotierte Land-Porsche, mit dem Startfahrer Chris Mamerow kämpfte: „Wir haben uns in den ersten Runden ein ganz enges Duell geliefert, bei dem ich mächtig Druck machte“, schildert der 22-Jährige. „In der dritten Runde schlossen wir dann auf einen Pulk auf. Während Marc durchkam, wurde ich in eine Kollission verwickelt. Zum Glück waren die Schäden harmlos, ich konnte den Turn zu Ende fahren.“ Erst bei der Übergabe des Fujifilm-Porsche an Vater Peter Mamerow wurde die Frontpartie des GT3 provisorisch geklebt. Die dabei verlorenen eineinhalb Minuten bedeuteten Platz fünf, doch Peter Mamerow konnte den Rückstand fast wieder egalisieren, und lag erneut in Schlagdistanz zum Land-Porsche. Ein direktes Duell blieb den Kontrahenten jedoch verwehrt: Basseng / Hennerici fielen aus, der Weg zum Rennsieg war frei. „Trotz des Ausfalls einiger Konkurrenten bleibt als Fazit, dass wir aus eigener Kraft siegfähig waren“, analysiert Chris Mamerow, „es war kein geschenkter Sieg. Dazu noch der erste Rennsieg gemeinsam mit meinem Vater: Ein tolles Gefühl. Und eine enorme Motivation für die Saison.“