Auftaktsieg und Tabellenführung für Wolf Silvester/Mario Merten

Mit der Startnummer 1 für den amtierenden Meister ging der Nürnberger Wolf Silvester in die neue Saison der VLN Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring Nordschleife. Und sofort konnte das Duo ihren Anspruch auf die Titelverteidigung unterstreichen und eroberte die Tabellenführung.

Schon vor dem Rennen erklärte Wolf Silvester, dass man die Meisterschaft erneut holen möchte. „Wir haben keine Änderungen vorgenommen“, so der Nürnberger, „wir starten weiterhin bei Bonk Motorsport und ich fahre mit Mario Merten den BMW 318 iS in der Klasse V2.“

Und auch diese Saison ist die Klasse V2 stark besetzt. Und das alleine zählt in der VLN-Wertung. Je mehr Gegner man auf der Strecke bezwingt, desto mehr Punkte erhält man. Beim 1. Lauf gingen 19 Fahrzeuge an den Start und schon beim Zeittraining war klar, dass dies bei einem Sieg viele Punkte einbringen würde.

Doch erstmal gab es ein Problem. Schon in der 1. Runde des Qualifying war die Lichtmaschine defekt und zunächst war fraglich, ob man es noch bis zum Ende reparieren konnte. „Wir hatten keine Lichtmaschine mehr zur Verfügung und fragten bei anderen Teams an. Gottseidank fand sich eine und wir konnten im Zeittraining nochmals auf die Strecke gehen“, berichtete Wolf Silvester. Aus dem Stand heraus fuhr das Duo mit 10:38.767 Minuten dann die viertschnellste Zeit und ging aus der zweiten Reihe ins Rennen.

Um 12.00 Uhr startete Rennleiter Peter Bröcher (Olpe) die neue Saison mit dem 4-Stunden-Rennen. 28.000 Fans begrüssten, bei zunächst sonnigem Wetter, die Fahrer auf der 24,433 km langen Nordschleife. Und Wolf Silvester begann furios. Schon am Start gewann er einige Meter und lieferte sich spannende und faire Zweikämpfe mit seinen Kontrahenten. In der 6. Runde war es soweit und der erfahrene Nordschleifenkenner übernahm die Führung.

Bei Rennhalbzeit wechselte Mario Merten in den Bonk-BMW 318 iS und hatte in seinem Stint keinerlei Probleme. Zwar fing es kurz vor Schluß ein wenig an zu regnen, doch die Strecke war nicht komplett nass und so konnte der Nürburger das Fahrzeug mit Slick-Reifen auf Platz 1 liegend ins Ziel steuern.

Wolf Silvester war nach dem Rennen natürlich zufrieden: „Es fing zwar nicht so gut an, dafür war das Ende umso schöner! Bonk Motorsport hat wieder einen tollen Job gemacht.“

Und dann durfte man nochmals jubeln, denn die V2 war die am stärksten besetzte Klasse und durch den Sieg konnte man auch die Tabellenführung übernehmen.